Eine Siedlung fährt elektrisch: großer Feldversuch in Echsenbach
ECHSENBACH. Es wird spannend: Eine Siedlung, 24 e-Autos, ein Feldversuch. Anfang November beginnt in Echsenbach ein großer Feldversuch in Sachen e-Mobilität im Alltag. Eine Siedlung wird mit insgesamt 24 e-Autos ausgestattet. Der Feldversuch soll aufzeigen, wie elektromobile Zukunft aussehen kann. Am Dienstag, 16. Oktober wurden die Autos verlost.

Nach einer Umfrage bei den Bewohnern in der Siedlung haben sich sofort 24 Haushalte für eine Teilnahme an diesem Feldtest angemeldet. Die Teilnehmer bekommen für den Zeitraum von November 2018 bis Mitte Jänner 2019 je ein Elektrofahrzeug zur Verfügung gestellt. Diese Fahrzeuge wurden nun verlost.
Ab 2. November sollen die Teilnehmer alle Wege nach Möglichkeit elektrisch zurücklegen, zu Hause laden und auch ihre Erfahrungen detailliert aufzeichnen.
Die Sonnenhang- und Hartl Haus Straße fährt elektrisch
Die Sonnenhang- und Hartl Haus Straße in der e5-Gemeinde Echsenbach ist eine typische niederösterreichische Einfamilienhaussiedlung. Es befinden sich bereits Photovoltaikanlagen sowie Wärmepumpen im Projektgebiet, dies wird zukünftig in vielen Wohngebieten der Fall sein. Die vorhandenen Wärmepumpen und die Durchführung des Feldtests im Winter sorgen für eine besondere Herausforderung.
„In Summe ergeben sich somit beste Voraussetzungen für einen Feldtest mit hoher Elektroautodichte und hoher Netzbelastung“, erklärt Projektleiter Franz Angerer von der Abteilung Umwelt- und Energiewirtschaft des Landes Niederösterreich. Angerer erwartet sich durch den Feldversuch nachhaltige Rückschlüsse: „Wir bringen Stromanbieter, Netzbetreiber, Anbieter von Ladestationen und Haushalte im Testbetrieb zusammen, um ein bestmögliches Ergebnis zur Umsetzung der e-Mobilitätsstrategie des Landes NÖ zu erreichen.“
„Umweltpolitischer Problemlöser der Zukunft „
Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, ergänzt: „Elektromobilität kann der wichtigste umweltpolitische Problemlöser der Zukunft werden. Es gibt keine CO2-Emissionen im Betrieb, kaum Lärm bei geringen Geschwindigkeiten, keine Stick- und Schwefeloxide und der Betrieb kann mit heimischer erneuerbare Energie sichergestellt werden.“
Eigens adaptierte Ladestationen
Die Ladung der Fahrzeuge erfolgt über eigens für den Test adaptierte Ladestationen. Die jeweiligen Wallboxen können selbständig die Ladeleistung anpassen. „Die gewählten Einstellungen ermöglichen es, dass auch bei gleichzeitigem Laden an vielen Punkten möglichst überall eine gleich schnelle Ladung der e-Autos erfolgen kann und jedenfalls die Versorgungssicherheit gewährt bleibt“, erklärt Ute Teufelberger, E-Mobilitätsverantwortliche der EVN.
Baireder: „Vorzeigeprojekt“
VP-Bürgermeister Josef Baireder blickt voller Freude auf den Feldversuch in der e5-Gemeinde: „Es ist ein Vorzeigeprojekt. Da wir vom Öffentlichen Verkehr nicht so gesegnet sind, ist dieser Feldversuch ein wichtiger Teil im Hinblick auf Mobilität.“


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