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Johann Höller ist in Edlitz geboren und aufgewachsen. Hier hat er das Schuhmacherhandwerk von seinem Vater gelernt und diese Leidenschaft lebt er bis heute.

Johann Höller mit seinem kleinsten Schuh auf dem Arm, den er als Lehrling als „Sonntagsvergnügen“ gefertigt hat.

„Das Talent wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt“, erzählt der 71-Jährige. 1961 hat er beim Vater das Schuhmacherhandwerk gelernt. „Mein Vater hatte die Schuhmacherei seit 1929 und ich habe mich Gott sei Dank auch dazu entschieden, Schuhmacher zu werden“, sagt Johann Höller. Der Edlitzer erinnert sich vor allem an die schwere Arbeit, als er und sein Vater Bundesheerstiefel hergestellt hatten. „Wir haben insgesamt 7000 Paar Stiefel gemacht.“

Im Jahr 1962 wurde Johann Höller an der Berufsschule in Schrems aufgenommen. Dort hat er drei Jahre später die Gesellenprüfung als einziger von elf mit Auszeichnung bestanden. Und worauf er sehr stolz ist: „In der Berufsschule waren wir vier Burschen, die sich gegenseitig immer übertreffen wollten und haben Modelle von Schuhen angefertigt. Als mein Sohn vor 20 Jahren in diese Berufsschule gekommen ist, da sind die Modelle immer noch im Ausstellungskasten gestanden.“ Ein besonderes Erlebnis für Johann Höller war auch der Auftrag auf dem Jagdgut Mayr-Melnhof in der Steiermark, wo er sämtliche Berufsjäger mit Jagdschuhen versorgte.

1970 hat Johann Höller den Schuhmacherbetrieb von seinem Vater übernommen. Das Talent hat er an seinen Sohn weitergegeben, der nun den Betrieb als Orthopädieschuhmacher führt.


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