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„An Marysia – eine Familiengeschichte in Briefen“: Lesung am 25. Mai im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim.

Nora Heindl, 23.05.2016 11:00

ALKOVEN. Helga Hofer liest am Mittwoch, 25. Mai, aus „An Marysia – Eine Familiengeschichte in Briefen“ im Festsaal des Lern- und Gedenkortes Schlos Hartheim. Das von der Vortragenden herausgegebene Buch erzählt von Hans Joachim Breustedt und seiner Frau Sofia, die Briefe an ihre Tochter Marysia schreiben. Beginn ist um 19 Uhr.
 

Marysia mit ihren Eltern.
Marysia mit ihren Eltern.

Weimar, 1931: Hans Joachim Breustedt, Bauhaus-Schüler, bildet mit seiner polnisch-jüdischen Frau Sofia und Tochter Marysia ein eingespieltes Team. Ein Leben als freischaffender Künstler schwebt ihm vor. Doch die Nationalsozialisten machen alles zunichte. Marysia muss ihre Eltern frühzeitig verlassen. Sofia fällt 1942 dem Holocaust zum Opfer. Hans Joachim muss in den Russlandfeldzug ziehen.

265 Briefe, geschrieben von Hans Joachim und Sofia Breustedt an ihr einziges Kind, geben beredtes Zeugnis von den Banalitäten des Alltages, denen Menschen während der NS-Zeit ausgesetzt sind. Mehr aber noch vom täglichen Existenzkampf und den seelischen Qualen zerrissener Familien.

Helga Hofer, Malerin und Autorin, hat die Briefe „An Marysia“ editiert. Sie sind im Müry-Salzmann-Verlag erschienen. Der Lesung geht ein Gespräch der Herausgeberin mit Petra Fosen-Schlichtinger voran.


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