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ALKOVEN. Die Ausstellung „Holocaust im Comic“ wird am Freitag, 21. April, um 19 Uhr im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim eröffnet. Die Ausstellung spannt den Bogen von der Vergangenheit des Comics, in der er als Propaganda eingesetzt wurde, um den Kampfgeist der Alliierten gegen die Nationalsozialisten zu stärken, bis ins Jahr 2017, in dem die Aufarbeitung der Geschichte des II. Weltkrieges und des Holocaust unter anderem in Graphic Novels und Comics stattfindet.

Art Spiegelmans „Maus“ sorgte 1980 für heftige Diskussionen.
Art Spiegelmans „Maus“ sorgte 1980 für heftige Diskussionen.

Superhelden sind en vogue. Auf der Kinoleinwand findet seit Jahren der mit übermenschlichen Kräften ausgetragene Kampf Gut gegen Böse statt und sorgt so für Blockbuster mit den Helden der zwei großen US-amerikanischen Comicverlage: Marvel Comics und DC Comics. Die Anhänger Supermans hoffen auf eine Auferstehung ihres Helden im Herbst 2017 in der von Batman und Wonder Woman rekrutierten „Justice League“ und die Fans von Captain America setzen darauf, dass der „First Avenger“ sich auch in Zukunft auf die richtige Seite schlägt.

Unermüdlich scheinen die Helden ihrer Mission zu folgen, die in den 1930er-Jahren mit dem Kampf gegen die Nationalsozialisten begonnen hat. Zu Propagandazwecken eingesetzt, erlebten sie damals am Papier ihr „Goldenes Zeitalter“ – inzwischen scheint das für die filmischen Umsetzungen zu gelten.

Aufarbeitung der Geschichte

Die Ausstellung „Holocaust im Comic“ befasst sich nicht nur mit der Zeit, in der die Superhelden den Kampfgeist der Alliierten stärken sollten, sondern auch mit der Aufarbeitung der Geschichte im Comicformat nach 1945. 1980 erschien mit Art Spiegelmans „Maus“ eine biographische Auseinandersetzung mit dem Holocaust, die für heftige Diskussionen sorgte: Darf das vermeintlich triviale Medium Comic sich mit einem Thema wie dem Nationalsozialismus und speziell dem Holocaust auseinandersetzen?

Die Ausstellung widmet sich auf differenzierte Weise Holocaust-Abbildungen und -Bezügen in Comics und regt zur reflektierenden Lektüre an. Ergänzend zu der von Ralf Palandt kuratierten Ausstellung werden auch Auseinandersetzungen österreichischer Künstler mit diesem Themenkomplex gezeigt.

Die Ausstellung kann bis 16. Juli besucht werden. Öffnungszeiten: Mo./Fr. 9–15 Uhr, Di.–Do. 9–16 Uhr, So./Feiertag: 10–17 Uhr


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