Literaturfrühstück am 13. Jänner in Eferding: René Jo. Laglstorfer präsentiert sein Buch "Abenteuer Auslandsdienst"
EFERDING. Bundesheer oder Zivildienst? Nur wenigen ist bekannt, dass es auch eine dritte Option gibt: Der Auslandsdienst bietet zahlreiche Alternativen zum Präsenzdienst und steht auch Frauen und Freiwilligen ohne Einschränkungen offen. In seinem Buch „Abenteuer Auslandsdienst“ begleitet Autor René Jo. Laglstorfer junge Österreicher, die sich an zahlreichen Orten der Welt als Gedenk-, Sozial- oder Friedensdiener engagieren, dabei schaut er auch in der Evergreen Gemeinschaft in Kambodscha vorbei.

Gleichzeitig frühstücken und um die Welt reisen? Dazu muss man nicht in ein Flugzeug steigen. „Genießen Sie am Samstag, 13. Jänner, ab 9 Uhr im Biohof Achleitner hochwertige Bioprodukte bei einem kambodschanisch-österreichischen Frühstück und lassen Sie sich von mir ab 10 Uhr auf eine virtuelle Lesereise um die Welt entführen. Anhand von zahlreichen Fotos, Audio und Videos stelle ich mein neues Buch „Abenteuer Auslandsdienst – Die jungen Botschafter Österreichs“ vor und reise mit Ihnen unter anderem ins Kinder- und Familiendorf Evergreen nach Kambodscha“, lädt René Jo. Laglstorfer zum Literaturfrühstück ein – eine einmalige Gelegenheit für alle Weltreisenden, Wehrpflichtigen und Freiwilligendienst-Interessierten, den Auslandsdienst näher kennen zu lernen.
Wenn Wasser krank macht
Die Evergreen Gemeinschaft liegt etwa drei Kilometer außerhalb der Provinzhauptstadt Stung Treng im Nordosten Kambodschas. Wie überall in Kambodscha trinken dort viele Menschen bakteriell verunreinigtes Wasser und werden davon krank. Zusätzlich fehlt es an einer funktionierenden Gesundheitsversorgung. „Sauberes Trinkwasser bereitzustellen heißt deshalb für uns, den Armutskreislauf zu durchbrechen. Trinkwasser bedeutet – wie überall auf der Welt – Leben. Leben für die Menschen, die Tiere und die Pflanzen“, so der aus Eferding stammende Christian Gsöllradl-Samhaber, der zuerst als Geschäftsführer und heute als Obmann des gemeinnützigen Vereines Childrenplanet zahlreiche Hilfsprojekte in Kambodscha umgesetzt hat. Bis heute wurden durch Brunnenbohrungen und -grabungen mehr als 30 Trinkwasserbrunnen initiiert.
Persönliche Bereicherung
Warum der Freiwilligendienst für junge Menschen so bedeutsam sein kann, hat Gsöllradl-Samhaber schon zahlreiche Male selbst beobachten dürfen: „Solidarität, Humanität, Friede etc. sind keine selbstverständlichen Gegebenheiten, umso mehr sollte man die Möglichkeit nützen, sich dafür einzusetzen. Die persönlichen Bereicherungen für Freiwillige langen dabei ins Unermessliche, sei es der Erwerb von Sprach- und Sozialkompetenzen oder etwa das Wissen über Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit. Das Voneinander-Lernen verschiedener Kulturen kann die Entwicklungspotenziale der Freiwilligen öffnen und analog dazu für Orientierung sorgen.“
Damit solche Vereine wie Childrenplanet bestehen können, braucht es aber natürlich auch Menschen zuhause, die hinter dem Projekt stehen. Zwei, die Childrenplanet seit Jahren unterstützen, sind etwa Eva und Martin Harrer von Skribo Harrer. „Sie organisieren uns die Bücher, spenden den Erlös, stellen Büroutensilien kostenlos zur Verfügung und und und. Ohne solche Unterstützer würde es nicht funktionieren“, so Gsöllradl-Samhaber.


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