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ALKOVEN. Im Rahmen des Historischen Sommerkinos „im_fokus“ werden von 28. bis 31. August  Filme mit wissenschaftlichem Begleitprogramm zum Thema „Die Darstellung von Heimat und Fremde im NS-Film“ gezeigt. Impulsreferate von namhaften Wissenschaftern bilden das tägliche Rahmenprogramm. Beginn jeweils 20 Uhr.

Foto: Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
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Im Gedankenjahr 2005 fand das Historische Sommerkino „im_fokus“ erstmalig statt. Seitdem nutzten über 3.000 Personen die Möglichkeit, sich historisches Filmmaterial anzusehen und zu diskutieren.

In diesem Jahr widmet sich das Historische Sommerkino „im_fokus“ den unterschiedlichen Bildern von Heimat und Fremde im NS-Film: Es geht um Fernweh und (Heimat)-Treue, um Entfremdung und Exil, um Kampf für die Heimat oder Abgrenzung. Die Darstellung von Heimat ist dabei unweigerlich mit der Darstellung des Fremden verbunden; die Bilder stehen in einem Spannungsverhältnis zueinander. Die dabei verhandelten Werte sollen im Rahmen der diesjährigen Filmretrospektive aufgezeigt und die unterschiedlichen, dargestellten Wirklichkeitsentwürfe diskutiert werden.

Die Filme werden mit Impulsreferaten namhafter Experten eingeführt. Sie stehen im Anschluss an die Filme für Fragen und Diskussion zur Verfügung. Da es sich bei den ausgewählten Filmen um so genannte Vorbehaltsfilme handelt, deren Inhalte antidemokratisch, rassistisch und volksverhetzend sind, dürfen diese nur mit wissenschaftlichem Begleitprogramm vorgeführt werden. Aus diesem Grund ist die Anwesenheit bei den Einführungsreferaten verpflichtend; zu spät kommende Besucher können nicht mehr eingelassen werden.

  •  Dienstag, 28. August, „Flüchtlinge“ (D 1933, Regie: Gustav Ucicky)

Die Mandschurei 1928: Eine Gruppe Russlanddeutscher gerät in die Wirren des chinesischen Bürgerkrieges. Ein deutscher Offizier in chinesischen Diensten bemüht sich um deren Rettung vor Krieg und Verfolgung. Der Film mit starken antibolschewistische Zügen bekam 1934 den ersten NS-Staatspreis verliehen.

Referent: Mag. Peter Eigelsberger, Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

  • Mittwoch, 29. August, „Patrioten“ (D 1937, Regie: Karl Ritter)

Der deutsche Flieger Peter Thomas stürzt 1918 hinter feindlichen Linien ab. Beim beschwerlichen Versuch, sich unerkannt in die Heimat durchzuschlagen, wird er von einer ahnungslosen französischen Fronttheatergruppe aufgelesen. Die propagandistisch aufbereiteten Ereignisse des Ersten Weltkrieges und eine sich anbahnende deutsch-französische Liebesgeschichte bilden dabei eine Projektionsfläche für nationalistische Klischees und Stereotypen.

Referent: Peter Willnauer, Filmwissenschafter Linz

  • Donnerstag, 30. August, „Die Rothschilds“ (D 1940, Regie: Erich Wachneck)

Von starken antisemitischen, antibritischen und verschwörungstheoretischen Zügen geprägter NS-Propagandafilm über die jüdische Bankiersfamilie Rothschild im 19. Jahrhundert.

Referent: Dr. Gregor Holzinger, Mauthausen Memorial

  • Freitag, 31. August, „Die Degenhardts“ (D 1943/44, Regie: Werner Klingler)

Als Vater Degenhardt, Beamter und Patriarch, unerwartet in den Ruhestand geschickt wird, versucht er die Kränkung vor seinen Angehörigen zu verheimlichen. Der Kriegsausbruch 1939 bietet schließlich nicht nur für ihn, sondern auch für seine Familie, erneute Gelegenheit zur Bewährung. Ein NS-Propagandafilm zur Mobilisierung und Stärkung des Durchhaltewillens der deutschen Bevölkerung.

Referent: Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas Hellmuth, Universität Wien


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