Ausstellung "InTeilen" in Eferding
EFERDING. Teile erweisen sich als kleinere Dinge, die einem größeren Ganzen angehören. Sie definieren sich einerseits durch ihre Eigenständigkeit, sind aber nicht vollkommen von ihrer Abhängigkeit loszulösen. Die Ausstellung „InTeilen“ zeigt drei künstlerische Positionen, deren Werke oftmals in Beziehung zueinander stehen, die in Größe und Form variieren und dennoch ein gemeinsames Ganzes bilden. Und zwar die von Angelo Karaconji aus Oberösterreich, Christina Theny aus der Steiermark und Theresa Gössinger aus Niederösterreich, Studierende der Akademie der bildenden Künste Wien. Die erste von drei geplanten Ausstellungen findet in Oberösterreich, in der Schmiedstraße 10 in Eferding statt. Die Vernissage wird am 15. Dezember um 19.30 Uhr gefeiert. Danach kann die Ausstellung bis 22. Dezember immer von 10 bis 16 Uhr besucht werden.

Angelo Karaconji beschäftigt sich in seiner Arbeit einerseits formell mit dem Thema „InTeilen“, da seine Arbeiten im Zuge ihrer Produktion aus verschiedenen Teilen vergangener Werke der akademischen Malerei des frühen 19. Jahrhundert entstehen, andererseits ergibt sich durch das Verwirbeln und Neuarrangieren der altmeisterlichen Motive eine veränderte Bildsprache. Eine Sprache, die sich fernab jeglicher akademischer Überzeugungen auf eine ästhetische Aufgabe reduziert.
Christina Theny macht in ihrer grafischen Arbeit „Arrêt sur Image“ auf den Akt des Sprechens aufmerksam, indem sie versucht, ihn in ihren Bildern einzufrieren. Ihre Collagen sind teils als Auffassung, teils als Antwort auf das gesellschaftliche Verhandeln mit dem weiblichen Dasein zu verstehen. Die Serie (No)Bodies zeigt textile Hüllen von Körpern, die frei sind von Identitätszuschreibungen. Die Hüllen präsentieren den Körper trotz seiner Abwesenheit und vermitteln durchaus Haltung und Ausdruck. Gemalt sind diese Bilder teilsweise in Öl-Schichtmalerei und Aquarell, aber auch mehrfarbige Holzschnitte befinden sich darunter.
Themen wie Dekonstruktion und Zerstörung unter Einbeziehung von gesellschaftskritischen Aspekten widmet sich Theresa Gössinger. Ihr Werk spannt einen Bogen von Zeichnungen zu Collagen und Fotografien in Kombination mit textilen Techniken. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf dem Ansatz, schlussendlich nur Fragmente zu hinterlassen.


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