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ST. MARIENKIRCHEN. Seite 40 Jahren pflegt die Goldhauben- und Trachtengruppe das Brauchtum in St. Marienkirchen an der Polsenz. Dieses Jubiläum wurde vor kurzem mit einer Ausstellung gefeiert, für die Obfrau Sieglinde Eisenhuber viele alte Bilder zusammengetragen hat. Das älteste ausgestellte Gruppenbild ist aus dem Jahre 1931 von der Primiz  Pfarrer Josef Feischl.  

  1 / 5   Die Obfrau Stellvertreterinnen Birgit Lindinger und Elfi Thurner, Bürgermeister Harald Grubmair, Obfrau Sieglinde Eisenhuber, Ehrenobfrau Marianne Edtmair und Bezirksobfrau Konsulentin Ingrid Meindl (v. l.) Foto: Wahlmüller

Bei der Eröffnungsrede blickte Obfrau Eisenhuber natürlich auch auf die Entstehung der Ortsgruppe zurück. Der Grundstein wurde bereits 1970 gelegt, wo in Samarein eine Frauenrunde gegründet wurde. Hier wurden bereits die ersten Goldhaubenstickkurse abgehalten. Die ersten Hauben waren bei den nächsten Festen zu sehen. 1976 wurde Hermine Herrmüller zur ersten Goldhaubenobfrau ernannt. Ihr folgten Theresia Wenzelhumer und Marianne Edtmair. 2004 wurde gemeinsam mit den Bäuerinnen die Samareiner Tracht  kreiert.  Die spätere Obfrau Elfriede Thurner engagierte sich für den Samareiner Hut zur Festtagstracht und seit Herbst 2011 leitet Sieglinde Eisenhuber  mit großem persönlichem Einsatz die Gruppe.

Bezirksobfrau Konsulentin Ingrid Meindl gratulierte zum Jubiläum und bedankte sich für die Pflege des Brauchtums und für das Engagement im sozialen Bereich.

Bei Most, Apfelsaft und einem Streichbuffet klang der Abend am Marktgemeindeamt aus. Die Ausstellung kann während der Amtsstunden des Marktgemeindeamtes besichtigt werden bzw. bei der Bezirksmaiandacht am 11. Mai um 19.30 Uhr.

Auszug aus dem Heimatbuch der Gemeinde St. Marienkirchen an der Polsenz:

In alten Zeiten verkündete eine Haube auf dem Kopf der Frau: Sie ist im Hafen der Ehe gelandet, also unter die Haube gekommen.

Ungefähr ab 1800 begannen die „Hausherrinnen“ der wohlhabenderen Bevölkerungsschicht eine meist einfache Perlhaube oder eine Goldhaube zu tragen. 

Es ist nicht mehr genau feststellbar, wann in Samarein die ersten Gold- und Perlhauben bzw. Kopftücher getragen wurden. Bei Primizen und Jubelhochzeiten verliehen sie dem Fest durch ihre Teilnahme besonderen Glanz.

Die Haube und das Kleid sind ein bleibender Wert und sollen von Generationen weitergegeben werden. Sie sind Symbol der Heimatverbundenheit.

Tracht soll, wie das Heimatland, Freude bereiten - dir, mir und allen anderen auch.


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