Regionalentwicklung in Eferding: „Wir müssen unsere Kräfte als Region bündeln“
EFERDING. 2022 laden die Regionen Eferding und Peuerbach zur Landesausstellung. Um die Vielfalt der Region Eferding von ihrer bestmöglichen Seite präsentieren zu können, wird schon jetzt an der Entwicklung einer Regions- und Standortmarke gefeilt. Auch freizeittouristisch will man sich besser aufstellen.

Seit über 800 Jahren wird in der Region Eferding bereits Obst- und Gemüse angebaut. Mittlerweile sind regionale Handelsmarken im Einzelhandel fest verankert. Doch die Region zeichnet sich nicht nur durch die Landwirtschaft aus. Naturschönheiten, wie die Schlögener Schlinge oder der Naturpark Obst-Hügel-Land, Kultur und Geschichte mit dem Institut Hartheim oder der Stadt Eferding, als drittälteste Stadt Österreichs, Sportstätten wie die Schisprungschanze Hinzenbach sowie international erfolgreiche Familien- und Großbetriebe sind typisch für die Region.
Alleinstellungsmerkmal
Die 13 Mitgliedsgemeinden des Regionalentwicklungsverbandes Eferding (Regef) haben sich deshalb dazu entschlossen, die Identität und die Alleinstellungsmerkmale der Region in einem Markenprozess herauszuarbeiten und sowohl nach innen als auch nach außen weiter zu entwickeln. „Wir erfinden das Rad nicht neu, sondern bauen auf das auf, was da ist, wie den geschichtlichen Hintergrund, Zahlen und Fakten“, so Regef-Obmann Landtagsabgeordneter Bürgermeister Jürgen Höckner, und weiter: „Bezirksgrenzen verlieren immer mehr an Bedeutung, deshalb müssen wir als Region unsere Kräfte bündeln.“ Die Highlights sollen in den Vordergrund rücken und so die Region nicht nur touristisch (auch schon im Hinblick auf die Landesausstellung 2022) voranbringen, sondern auch nachhaltig alle Bewohner positiv beeinflussen.
Was die Region letztendlich ausmacht, empfiehlt, um der Betriebsblindheit ein Schnippchen zu schlagen, ein Außenstehender. Willy Lehmann von der externen Markenagentur begleitet das Projekt. Ziel ist, dass jeder ein klares Bild davon hat, wofür die Region steht und welche Einzigartigkeiten sie zu bieten hat. „Natürlich hat jeder Bereich seine unterschiedlichen Interessen. Hier liegt die Kunst, diese zu einem Gesamtinteresse zusammenzuführen. Wichtig ist am Ende das Bekenntnis, das alle dahinter stehen. Wenn sich die Bewohner nicht mit der Marke identifizieren können, wirkt sie nicht nach außen“, so Höckner. Eine Kick Off-Veranstaltung ist im Herbst geplant.
Kräfte bündeln
Eine Regions-/Standortmarke ist die Basis für viele Projekte, so auch für den Tourismus. Gerade dieser ist in der Region noch ausbaubar. „Eine SWOT-Analyse hat ergeben, dass sich die Region freizeittouristisch besser aufstellen muss. Und auch in der Lokalen Entwicklungsstrategie 2014-2020 wurde festgelegt, die organisatorischen Rahmenbedingungen für eine professionelle touristische Vermarktung der gesamten Region zu schaffen“, erklärt Regef-Geschäftsführerin Susanne Kreinecker.
Eine Arbeitsgruppe, in der alle Gemeinden und die bestehenden Tourismusverbände Aschach, Eferding, Haibach und Pupping vernetzt sind, soll Lösungen in Sachen touristischer Vermarktung der Region bringen. „Derzeit gibt es vier Tourismusverbände. Speziell im Hinblick auf die Landesausstellung müssen wir aber unsere Kräfte bündeln und auch jene Gemeinden miteinbeziehen, die keinen Tourismusverband haben“, so Höckner. Derzeit erarbeitet werden etwa die Weiterentwicklung des Interaktiven Ausflugportals www.region-eferding.at, die Erstellung von Werbematerialien für die Region (Regions-Freizeitkarte usw.) und vor allem die Entwicklung von buchbaren Tourismuspackages inklusive Übernachtung und Ausflügen.
„In die Projekte werden natürlich kompetente externe Experten aus dem Tourismus beigezogen und auf die Einhaltung von Landesrichtlinien, wie etwa das kommende neue Tourismusgesetz, wird besonderes Augenmerk gelegt“, ergänzt Kreinecker.
Programm rund um die LA
Im Hinblick auf die Landesausstellung gibt es eine eigene Arbeitsgruppe für das Rahmenprogramm. Das erste Treffen findet am 20. September im Landgasthof Dieplinger statt. „Es gibt so viele Menschen mit tollen Ideen, die man aber nur schwer erreicht. Mit regelmäßigen Treffen wollen wir es schaffen, dass sich jeder miteinbezogen fühlt. Jeder kann sich einbringen“, so Höckner. Die Umsetzungsentscheidung liegt aber beim Land OÖ.


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