Childrenplanet für Verdienste um die Menschenrechte ausgezeichnet
EFERDING/LINZ. Mit dem Bau einer Schule, Trink- und Nutzwasseranlagen, medizinischen Einrichtungen et cetera haben Obmann Christian Gsöllradl-Samhaber und sein Team von Childrenplanet den Kindern der Provinz Stung Treng im Norden Kambodschas etwas geschenkt, was sie vorher nicht kannten: Hoffnung. Im siebten Jahr seines Bestehens wurde der Entwicklungsverein nun mit dem Menschenrechtspreis 2016 des Landes OÖ geehrt.

Mit dem Menschenrechtspreis für Verdienste um die Menschenrechte zeichnet die Landesregierung Oberösterreich seit 1996 alljährlich zum Tag der internationalen Menschenrechte Einzelpersonen, Institutionen, Vereine und Projekte für besondere menschenrechtliche Verdienste aus. Die von einer unabhängigen Jury gewählten Preisträger sind seit vielen Jahren im Bereich der Menschen-, Kinder- und Frauenrechte aktiv und tragen sowohl auf öffentlich-gesellschaftlicher als auch auf privater Ebene dazu bei, Menschenrechte zu wahren und weiterzuentwickeln. Childrenplanet trage „mit gezielter nachhaltiger Entwicklung von Bildungsprojekten, medizinischen Programmen und der Schaffung von Trinkwasserzugang dazu bei, die Menschenrechte durchzusetzen“, so Landeshauptmann Josef Pühringer bei der Verleihung im Linzer Landhaus.
Childrenplanet widmet sich seit 2009 umfassend den Themenschwerpunkten Bildung, Medizin, Trink- und Nutzwasser in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Außerdem leistet der Verein mittels Workshops, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit einen essenziellen Beitrag zur gesellschaftlichen Informations- und Sensibilisierungsarbeit zu den Themen Menschenrechte und Demokratie. „Anhand von Workshops leisten wir bildungspolitische Sensibilisierungsarbeit und das eröffnet Perspektiven im Denken, Fühlen und Handeln für die jungen Menschen hier in Österreich und Europa. Wir legen hier unseren Fokus auf einen interkulturellen Diskurs über Menschenrechte und Demokratie“, erzählt der frühere Eferdinger Obmann Christian Gsöllradl-Samhaber.
„Unsere Ziele sind dann erreicht, wenn die Wichtigkeit der Menschenrechte in den Köpfen der Menschen und in den Strukturen erfasst wird“, so Geschäftsführer Valentin Pritz. Bis dorthin ist es jedoch noch ein weiter Weg. „Wir erachten es als außerordentlich wichtig, dass die Menschenrechtsbildung für die Gesellschaft gefördert und zugänglich gemacht wird, um Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die menschlichen Rechte eines jeden auch die Sicherung von Frieden bedeute. Die österreichische Politik ist gefordert, einen sorgsamen politischen Diskurs über Themenschwerpunkte der Menschenrechte zu führen, denn nur so können die Menschenrechte in allen politischen Bereichen mitgedacht werden“, sind sich Pritz und Gsöllradl-Samhaber einig.


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