Hochwasserschutzprojekt Eferinger Becken: Beschlüsse in Eferding und Fraham, Aschach um erneute Vorsprache bemüht
EFERDINGER/BECKEN. Die ersten Gemeinden, darunter Eferding und Fraham, bekennen sich zum Hochwasserschutz. Damit kann für sie die Phase der Detailplanung beginnen. In Aschach bemüht man sich derweil um eine neuerliche Vorsprache beim Land.

Die Gemeinden sollten bekannt geben, ob Fördermittel für die angebotenen aktiven und passiven Hochwasserschutzmaßnahmen in Anspruch genommen werden oder nicht.
Umsetzung der aktiven Maßnahmen beschlossen
„Die Gemeinden Walding, Ottensheim, Eferding sowie Fraham haben bereits Beschlüsse in den Gemeinderäten herbeigeführt und eine Umsetzung der aktiven Schutzmaßnahmen beschlossen“, zeigt sich Wasserlandesrat Elmar Podgorschek (FPÖ) zufrieden.
Die Entscheidungsfrist musste aufgrund von offenen Fragen zur Gemeindeförderung bereits einmal von Dezember auf März verschoben werden. Nun liegt eine Vereinbarung vor (Tips hat berichtet). Nicht allen Gemeinden war es aber zeitlich möglich, dies in ihre Entscheidungsfindung miteinzubeziehen. Die Gemeinden Pupping, Alkoven, Feldkirchen und Goldwörth werden deshalb die jeweiligen Beschlüsse in Gemeinderatssitzungen im Mai fassen. Die Gemeinde Aschach hat als bisher einzige auf die Inanspruchnahme von Fördermitteln für den Hochwasserschutz vollständig verzichtet, teilt Podgorschek mit.
„Um möglichst wenig Zeit zu verlieren, starten wir jedenfalls mit jenen Gemeinden, die ihre Beschlüsse bereits gefasst haben, in die Phase der Detailprojektierung. Der erste Schritt ist die Erstellung einer Ausschreibung zur Erhebung geeigneter Bieter für die Erstellung der Detailprojekte. Es freut mich, dass wir einen Schritt weitergekommen sind. Schließlich wollen wir für die leidgeprüfte Bevölkerung eine gute Lösung umsetzen“, so Podgorschek abschließend.
Aschach weiter um Hochwasserschutz bemüht
Dass die Gemeinde Aschach auf die Inanspruchnahme von Fördermitteln für den Hochwasserschutz vollständig verzichten würde, möchte Bürgermeister Fritz Knierzinger (ÖVP) so nicht stehen lassen: „Wir sind weiterhin um einen ordentlichen Hochwasserschutz für unsere Bürger bemüht und hoffen natürlich darauf, noch einmal beim Land vorstellig werden zu dürfen. Wir geben nicht auf.“ Die einzige, vom Land als förderwürdig vorgelegte Variante, wurde im Rahmen einer Volksbefragung von über 95 Prozent der Aschacher abgelehnt. Die vorgeschlagene Schutzmauer kam nicht an, da die rund 60 Zentimeter hohe Schutzmauer zum Teil direkt an der Straße entlang führen würde und „an manchen Stellen einfach gestört hätte“. Die Donaumarktgemeinde selbst hat eine niedrige Kaimauer mit möglichem Aufbau im Sinn bzw. gäbe es auch einen neuen Vorschlag der Firma Ecotherm, so Knierzinger.
Für den Fall, dass Aschach wirklich keine Fördermittel bekäme, erwartet die Marktgemeinde im Ernstfall eine rasche Hilfestellung von Bund und Land, denn immerhin würden die sich ohne Aschach etwa 7,5 Millionen Euro ersparen. Die Gemeinde selbst könnte dann jene gefährdeten Objektbesitzer finanziell unterstützen, die gewillt sind, selbst vorzusorgen, so Knierzinger. Immerhin würde auch die Wartung der mobilen Elemente bei Errichtung der vorgeschlagenen Variante jährlich 30.000 bis 40.000 Euro kosten.
Fraham und Eferding sagen Ja zu Maßnahmen
In Fraham betrifft der Beschluss laut Bürgermeister Harald Schick die Ortschaft Trattwörth. Nach dem Beschluss stehen nun Gespräche mit den betroffenen Grundeigentümern und Hausbesitzern an. Diese sollen in das Projekt miteingebunden werden, um später die Folgekosten für die Gemeinde von etwa 4000 Euro pro Jahr decken zu können.
Die beschlossene Schutzmaßnahme in Eferding bezieht sich laut Bürgermeister Severin Mair auf die Ortschaft Wörth, welche zum Teil auch auf Eferdinger Gemeindegebiet liegt. Geplant ist eine Schutzmauer, für deren Umsetzung es jedoch auch eine Zustimmung von Puppinger Seite her braucht.


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