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EFERDING/HARTKIRCHEN/WILHERING. Der Leistungs- und Finanzbericht aus 2017 unterstreicht, warum das Rote Kreuz zur stärksten Marke Österreichs gekürt wurde. Allein im Bezirk Eferding wurden etwa 103.444 freiwillige Stunden geleistet und 554.794 Kilometer zurückgelegt.

V. l.: Schwinghammer, Dempfer, Puttinger Foto: Rotes Kreuz
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Mag. Michaela Schwinghammer-Hausleithner, Bezirksstellenleiterin des Roten Kreuzes im Bezirk Eferding, durfte bei der Bezirksstellenversammlung in der Arbeiterkammer nicht nur eine große Zahl an Ehrengästen und freiwilligen Rot-Kreuz-Mitarbeitern begrüßen, sondern auch eine beeindruckende Leistungsbilanz und den Finanzbericht präsentieren. Denn in den 16 Tätigkeitsbereichen wurden wieder unvorstellbare Leistungen erbracht. Dabei ist nicht die Steigerung der Zahlen wichtig - außer bei den Teilnehmern an Erste-Hilfe-Kursen dürfen es mehr werden -, sondern die Bereitstellung genügend Freiwilliger und der Ressourcen, um allen Hilfsanfragen qualitativ hochwertig und rasch nachzukommen, so die Erläuterung des Bezirksgeschäftsleiters Franz Puttinger.

Ein kurzer Überblick zu den Leistungszahlen 2017:

  • 857 Mitarbeiter, davon 42 Angestellte, 22 Zivis, 155 Jugendliche
  • 103.444 von Freiwilligen erbrachte Stunden
  • 6.241Sozialmarkteinkäufe
  • 11.458 Essen verteilt
  • 15.813 Pflegebesuche
  • 4.200 Stunden zuhören (Besuchsdienst)
  • 1.023 Stunden für ein Sterben in Würde
  • 145 Stunden für Rufhilfeteilnehmer
  • 13.386 Rettungs- und Krankentransporte
  • 1.112 Notarzteinsätze
  • 554.794 zurückgelegte Kilometer (alle Bereiche)
  • 1.450 Stunden für Menschen auf der Flucht
  • 46 Kriseninterventionen; 26 SvE (Einsätze)
  • 1.032 Blutspender
  • 811 Kursteilnehmer in 57 Kursen
  • 149 Kinder in 7 JRK-Gruppen
  • 594 Kinder in 10 Kindergärten von ROKO besucht
  • 5 Lesecoaches betreuen 10 Kinder
  • 30 Teilnehmer beim „Betreuten Reisen“
  • 26 Bewohner im „Betreubaren Wohnen“
  • 2.650 Stunden in den beiden Generationencafès
  • 13 Ausrückungen der historischen Sanitätsgruppe 

Rechnungsprüfer Alfred Raab hat nach erfolgter Prüfung sowohl vom Ergebnis, der sparsamen und zweckmäßigen Gebarung, als auch von der ordnungsgemäßen Führung der Geschäfte einen positiven Bericht präsentiert. Ursula Ecker wurde für ihr jahrzehntelanges Engagement für das Kriseninterventionsteam die Verdienstmedaille in Bronze verliehen.

„Dass das Rote Kreuz vor wenigen Tagen zur stärksten Marke Österreichs vor namhaften Weltkonzernen, Einrichtungen und Betrieben gekürt wurde, macht mich stolz, dieser allein im Bezirk 850 Mitarbeiter umfassenden Gemeinschaft mit ihren Idealen und hohen Werten vorstehen zu dürfen“, so Bezirksstellenleiterin Michaela Schwinghammer-Hausleithner. Die hohe Anerkennung in der Bevölkerung kommt nicht von irgendwo, sondern ist Ausdruck dessen, was die Mitarbeiter Tag und Nacht an 365 Tagen im Jahr für die Menschen im Lande tun, und ist deren Verdienst.

Der von Schwinghammer aus dem ÖRK-Generalsekretariat aus Wien eingeladene Mag. Robert Dempfer hat in seinem Vortrag die Globalisierung und Entwicklung von der Industrialisierung bis zur selbstlernenden digitalen Welt 4.0 herausgestrichen. Die Folgen für das Zusammenleben und das Arbeitsleben sind groß. Gebildete Menschen sind effizienter, wodurch das den Arbeitsmarkt beeinflussen wird, weil parallel manuelle Arbeit immer mehr die Technik übernimmt. Ein Grund für das Rote Kreuz, das Thema Bildung im frühen Kindesalter aktiv mitzugestalten. Das Projekt der Lesecoaches, bei dem Eferding als Pilotbezirk mitwirkte, setzt bei Kindern in der 1. Klasse Volksschule an, um genau dem Nachteil ohne Bildung entgegenzuwirken, weil Lesen zu können eine Grundvoraussetzung für Bildung ist. Das Grundeinkommen wird für das soziale Miteinander Bedeutung erlangen. Die öffentliche Hand kann schon heute viele soziale Dienstleistungen nicht anbieten und andererseits werden Menschen mit einem Grundeinkommen Beschäftigung suchen. Das Rote Kreuz als Freiwilligenorganisation soll sich auch dieser Herausforderung stellen und dies zugleich als Chance nutzen, um dem Grundsatz „Menschen in Not zu helfen“ nachkommen zu können, so eine der Grundaussagen von Dempfer.


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