Von „offenen Büchern“ und interkultureller Kompetenz
GRIESKIRCHEN. Zu einem Abend ganz im Zeichen interkultureller Kompetenz luden vor kurzem die Bezirkshauptmannschaften Grieskirchen und Eferding und das Regionale Kompetenzzentrum für Integration und Diversität (ReKI) der Caritas ein. 34 Engagierte und Interessierte in der Integrationsarbeit nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen – miteinander sowie mit fünf „offenen Büchern“.

Was bedeutet „Integrieren“ eigentlich? Wann gilt jemand als integriert? Und was ist Kultur? Dr. Christian Stark von der FH OÖ erklärte zum Auftakt, was mit diesen häufig verwendeten Begriffen eigentlich gemeint ist, und welche Bedeutungen und Sichtweisen hinter diesen Wörtern stecken können. Anschließend ging es von der Theorie in die Praxis.
Fünf Personen, die exemplarisch für die interkulturelle Vielfalt in den Bezirken stehen, traten als „offene Bücher“ für einen Erfahrungsaustausch in Erscheinung. Sie standen für Fragen zur Verfügung und regten an zur Diskussion: Zum Beispiel wie man aus dem Kontakt mit Menschen aus diversen kulturellen Räumen profitieren könne. „Am wichtigsten ist es, immer sehr neugierig zu sein. Nur dann ist man offen für Neues“, sagte Inge Jäger aus Eferding, eines der „offenen Bücher“ des Abends. „Man soll in erster Linie auf den Menschen achten und nicht auf die Herkunft“, fügte sie hinzu. Auch Dipl.-Ing. Johannes Mayr aus Kallham meinte: „Kultur wird oft viel zu viel in den Vordergrund gerückt.“
Im Mittelpunkt des Abends stand das Vernetzen und Austauschen, damit die vielen Engagierten auch weiterhin gemeinsam viel bewegen können und die Vielfalt und Zusammenleben in unserer Gesellschaft gelingt.


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