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Sophie Steininger erzählt von ihrem Volontariat für Childrenplanet in Kambodscha

Nora Heindl, 20.06.2018 09:05

HARTKIRCHEN. Mit einem Rucksack voll neuer Erfahrungen und prägender Erlebnisse kam Sophie Steininger von ihrem Volontariatsaufenthalt in Stung Treng in Kambodscha zurück. Die 20-jährige Hartkirchnerin war zehn Monate für den Entwicklungshilfeverein Childrenplanet vor Ort.

Foto: Privat/Steininger
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„Meine Denkweise darüber, was wirklich wichtig ist, hat sich in den letzten zehn Monaten stark verändert. Es war lehrreich, mit wie wenig die Menschen dort glücklich sind. Es gibt keinen Neid oder Zorn, die Menschen sind freundlich, ausgewogen und lachen viel. Wir in Österreich haben so viel mehr, aber glücklich macht uns das auch nicht immer, im Gegenteil, manchmal schafft es eher Probleme“, erzählt die Hartkirchnerin.

Obwohl die Freude immer größer war als die Nervosität, war gerade das Ankommen in Kambodscha dann doch eine Herausforderung für die 20-Jährige. „Obwohl ich mich gut vorbereitet fühlte, war dann doch alles ganz anders als gedacht. Anfangs war es schon eine große Herausforderung sich einzuleben, den Alltag zu verinnerlichen, wie ich mit den Menschen am besten kommuniziere und auch wie Probleme angegangen werden“, so Steininger.

Da die Hartkirchnerin eine Ausbildung im Holzbereich hinter sich hat, war sie unter anderem in der Holzwerkstätte der Evergreen Community tätig. „Im Herbst haben wir aus Recyclingmaterialien Windspiele gebaut, die dann am Weihnachtsmarkt verkauft wurden. Das war ziemlich cool“,  blickt die 20-Jährige zurück.

Basteltag eingeführt

Da in der Schule eine erste Klasse aufgrund zu vieler Schüler geteilt wurde, durfte die Hartkirchnerin zusätzlich eine 1. Klasse übernehmen. „Wir haben mit dem ABC und der Übersetzung von Tieren und Zahlen angefangen. Da einige noch nicht schreiben konnten, haben wir natürlich auch das geübt“, so Steininger. Um den in Kambodscha klassischen Frontalunterricht aufzulocken, ließ die 20-Jährige auch immer wieder kreative Projekte in den Schulalltag einfließen. „Ich habe zum Beispiel einen Basteltag eingeführt. An diesem werden Themen, die gerade im Unterricht behandelt wurden, gemalt oder gebastelt“, so die Hartkirchnerin stolz. 

Aufklärung über Müll

Auch die Müllproblematik ist die Hartkirchnerin aktiv angegangen. „Der Müll ist dort wirklich ein Problem. Er wird einfach weggeworfen, ganz gleich wohin, ob in den Wald oder in den Fluss. Dort räumt keiner was weg, so wie bei uns. Es war mir deshalb ein Anliegen, die Kinder auch über Entsorgung und Wiederverwertung aufzuklären“, so Steininger.

Wurde der Müll bisher einfach nur verbrannt, fand die 20-Jährige einen Mann, der den Müll abholt und zur Sammelstelle bringt. „Wir haben zwei Fliegen mit einer Klatsche erwischt. Zum einen wird der Müll professionell entsorgt und zum anderen verdient sich der Mann so ein bisschen Geld, das er gut brauchen kann“, so Steininger, die sich derzeit gerade eine Auszeit gönnt, um die Erfahrungen zu verarbeiten. „Ich möchte noch ein bisschen darüber nachdenken, welche Werte nach dieser Reise für mich wirklich wichtig sind und diese dann auch in meinen zukünftigen Lebensweg einfließen lassen.“


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