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HAIBACH/DONAU. Über 90 Besucher, darunter auch viele Jugendliche, sind der Einladung des Kath. Bildungswerkes in die Hoamat zur Veranstaltung „Haibacher Zeitzeugen“. Die Berichte der fünf Zeitzeugen waren nicht nur interessant und sehr bewegend, sondern machten auch nachdenklich.

  1 / 2   Die fünf Zeitzeugen mit Moderator Dietmar Maier (v. l.:) Fritz Hofer, Aloisia Exenschläger, die älterste Zeitzeugin mit 97 Jahren, Dietmar Maier, Frieda Kaltseis, Hans Hinterhölzl und Franz Hinterhölzl. Foto: Max Kaltseis

Es sind unvorstellbare Dinge während des zweiten Weltkrieges passiert und der Mantel des Schweigens war selbst in kleinen Landgemeinden wie Haibach ob der Donau groß, so die Aussage eines Besuchers.

In vielen persönlichen Gesprächen mit der älteren Bevölkerung hat KBW-Mitarbeiterin Gerlinde Kaltseis fünf Personen dazu bewegen können, aus ihrem Lebensschatz und hier insbesondere über ihre Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit zu erzählen. Eine Zeitzeugin konnte auf Grund ihres Alters auch von den Geschehnissen vor dem 2.Weltkrieg berichten. Auch darüber, wie das damals wirklich war mit der „sogenannten Volksabstimmung 1938 über den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich“. Geheim an der Wahl sei da rein gar nichts gewesen. Als sogenannte Wahlzelle wurde eine Fensternische beim Kirchenwirt bestimmt, wobei von außen durch SS-Männer die Stimmabgabe kontrolliert wurde.  Unter so großem Druck habe sich fast niemand getraut das Ja - es gab auf dem Stimmzettel kein Nein-Feld - nicht anzukreuzen.

LT1-Geschäftsführer Maier Dietmar moderierte die Gesprächsrunde und der Hochzeitschor sorgte für die musikalische Umrahmung.

Die Veranstaltung wurde auch durch eine Film- und Tonaufzeichnung für die Nachwelt festgehalten.


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