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SCHARTEN/ST. MARIENKIRCHEN. In Österreich gibt es rund 690 (Wild-)Bienenarten, die bekannteste ist die Honigbiene. Bienen sind für die Bestäubung vieler Nutzpflanzen unerlässlich. Doch sie sind geschwächt, ihre Bestände schwinden stark. Die Auslöser reichen vom Verlust an Nahrungs- und Nistmöglichkeiten, dem Pestizideinsatz und Parasiten bis hin zum Klimawandel.

  1 / 2   Beim Startworkshop im November wurden bereits mehrere konkrete Ideen zum Schutz der Bienen zusammengetragen. Foto: Georg Wiesinger/Klimabündnis

Die beiden Naturpark-Gemeinden Scharten und St. Marienkirchen beteiligen sich deshalb an der Aktion „Bienenfreundliche Gemeinde“ des Landes OÖ. Gemeinsam entwickeln sie Ideen, um die Lebensbedingungen für Bienen auf öffentlichen und landwirtschaftlichen Flächen, in Privatgärten, bei Betrieben und so weiter zu verbessern. „Als Naturpark-Gemeinden ist der Schutz der Bienen für uns eine Selbstverständlichkeit“, betont Naturpark-Geschäftsführer Rainer Silber.

Konkret ist etwa vorgesehen, auf ausgewählten öffentlichen Flächen das Blühangebot zu verbessern, Saatgutmischungen und Stauden für Gartenbesitzer zu organisieren und Blühstreifen auf Feldern anzulegen. Als bewusstseinsbildende Maßnahmen sind ein Fotowettbewerb, Vorträge und Info-Tafeln geplant. „Wir möchten aufzeigen, dass jeder seinen Teil zum Schutz der Bienen beitragen kann. Gerade auch private Gartenbesitzer dürfen ruhig einmal Mut zur Unordnung beweisen und ein Fleckchen im Garten schlampert wachsen lassen. Gerade Brennnesseln bieten einen optimalen Lebensraum für alle Insekten“, erklärt Silber.

„Es geht nur miteinander“, ergänzt Schartens Bürgermeister Jürgen Höckner und verweist auf den gut funktionierenden Austausch zwischen Plantagenbesitzern und Imkern. Letztere dürfen ihre Bienenstöcke in den Plantagen aufstellen. Kommt es etwa zum Einsatz von für die Bienen eventuell gefährlichen Wirkstoffen, spricht man sich vorher zusammen.

Themenabend am 21. März

Nach dem Projektstart im November findet am 21. März ein Themenabend in Scharten statt. Auf Impulsreferate folgt eine Podiumsdiskussion mit Experten und Publikum. Informationsstände, ein Marktplatz der Ideen, eine Wildbienen-Ausstellung und mehr ergänzen den Abend.

Themenabend zum Vormerken:

Donnerstag, 21. März, 18 Uhr

Kirschblütenhalle, Scharten


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