Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

EFERDING. Mit 1. Juli endet eine Ära: Nach über 30 Jahren im Dienst am Nächsten verlässt Bezirksgeschäftsleiter und Bezirksrettungskommandant Franz Puttinger das Rote Kreuz Eferding. Ihm folgt Philipp Wiatschka nach.

Philipp Wiatschka (l.) tritt in Franz Puttingers Fußstapfen. Foto: Heindl
Philipp Wiatschka (l.) tritt in Franz Puttingers Fußstapfen. Foto: Heindl

Franz Puttinger kam 1988 im Alter von 25 Jahren nach Eferding. „Ich war damals in der Rettungsleitzentrale in Linz tätig, als es hieß, dass in Eferding ein neuer Bezirkssekretär benötigt wird. Am Dienstag kam die Anfrage, bis Freitag musste ich mich entscheiden. Die Personalauswahl wurde damals noch etwas schneller und salopper getroffen“, lacht Puttinger. Heute mit 56 bleibt er dem Roten Kreuz zwar treu, aber er wechselt in die Blutzentrale nach Linz. Im neuen Aufgabenbereich im Marketing und Spendenmanagement wird er für den Auf- und Ausbau der Blutspendehelfer in Oberösterreich zuständig sein.

„Für mich waren es wunderschöne 30 Jahre, in denen mir meine Arbeit immer großen Spaß gemacht hat und mir bis zum letzten Tag machen wird“, betont Puttinger. Neben der persönlichen Herausforderung noch einmal etwas Neues zu wagen, sieht er darin auch eine Chance für Eferding. „Ich habe dem Roten Kreuz immer alles gegeben, aber nach 30 Jahren ist es Zeit für jemand neues mit neuen Sichtweisen. Diese Chance wollte ich Eferding nicht nehmen, indem ich sitzen bleibe, bis sie mich wegtragen müssen“, lacht der 56-Jährige.

Von der klassischen Rettung zum sozialen Dienstleister

„In den letzten 30 Jahren hat er dazu beigetragen, dass das Rote Kreuz im Bezirk Eferding von der Klassischen Rettung sich zu einem breit gefächerten sozialen Dienstleister auf freiwilliger Basis entwickelt hat“, betont Bezirksstellenleiterin Michaela Schwinghammer-Hausleithner. So lag er den Bürgermeistern in den 90er Jahren mit der Einführung eines Mobilen Dienstes in den Ohren. „Damals war es ganz normal, dass freiwillige Mitarbeiter und Angehörige die Kranken zuhause versorgt haben. Ungeschult wurden Spritzen gegeben und Verbände gewechselt, damals war das rechtlich noch möglich. Wir haben dann doch das Okay für eine halbe Hauskranken-Pflegekraft bekommen“, erzählt Puttinger. Heute ist das Angebot mit 15 Pflegekräften längst nicht mehr wegzudenken.

Auch der erste Sanitätshilfe-Wettbewerb in Eferding im Jahr 1989 bleibt für ihn unvergessen. War es bis dahin üblich, die Unfallszenarien unter Dach nachzustellen, wagten sich die Eferdinger nach draußen. „Wir wollten es so echt wie möglich machen und haben im Mittergraben und überall in Eferding Unfälle und andere Szenarien aufgebaut. Mit dem Bewerbsstart begann dann der Regen und blieb bis zum Schluss. Trotz Dreck, Kälte und Nässe war es der tollste Bewerb, den ich je erlebt habe. Weil sich die Teilnehmer die Motivation nicht eine Sekunde nehmen haben lassen“, erinnert er sich.

Philipp Wiatschka übernimmt mit 1. Juli

Die Weiterführung des eingeschlagenen Weges wird nun mehr in die Hände von Philipp Wiatschka gelegt. „Es ehrt mich in die Fußstapfen von Franz Puttinger treten zu dürfen und ich freue mich darauf, die vielen großartigen Projekte, die wir noch in der Pipeline haben, umsetzen zu dürfen“, so der designierte Bezirksgeschäftsleiter. Der Dienst am Nächsten begleitet den 33-Jährigen schon sein Leben lang. Schon von Kindesbeinen an schlägt sein Herz für die Feuerwehr, seit seinem 18. Lebensjahr ist er als freiwilliger Rotkreuz-Mitarbeiter in seiner Heimatstadt Gmunden aktiv. Zuletzt war er fünf Jahre bei der Berufsfeuerwehr in Wien, um das neue Ausbildungszentrum mitaufzubauen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden