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Wenn Alkovener Feuerwehrleute die Schanze hinauf laufen ... dann ist die Red Bull 400

Nora Heindl, 29.08.2019 15:50

ALKOVEN. Wenn Alkovener Feuerwehrleute plötzlich in Bischofshofen eine Schanze hinauf laufen, dann haben sie nicht die Orientierung verloren, sondern waren Teilnehmer der Red Bull 400 in Bischofshofen.

Foto: Hermann Kollinger
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Während man es von den Schispringern gewohnt ist, dass sie die Schanze von oben nach unten in Angriff nehmen, ist es bei der Red Bull 400 genau umkehrt. Sie wird vom Veranstalter auch als „die härtesten 400 Meter deines Lebens“ tituliert und lasst damit außer Frage, dass es sich um alles andere als einen Spaziergang handelt. Steigungen von bis zu 75 Prozent machen es erforderlich, dass die gesamte Schanze mit Netzen belegt wird. Im Wettkampf geht's dann gegen die anderen Teilnehmer und die Zeit ans Eingemachte.

Es gibt inzwischen echte Hardliner im Bekämpfen dieser Schanze, die dafür auch entsprechend trainieren. Wohlgemerkt werden die 400 Meter von den meisten Männern und Frau im Einzelwettkampf bestritten. Den Mannen der FF Alkoven geht es immer ums Dabeisein und Mitmachen bei dieser außergewöhnlichen Veranstaltung und sie hatten es sich Holger Fuchs, Martin Burger, Markus Wieshofer und Daniel Hinterberger zum Ziel gesetzt, die bekannte Paul-Außerleitner-Schi-Schanze als Firefighter-Staffel zu bezwingen. Dabei hat jeder eine Strecke von 100 Metern zu bewerkstelligen. Klingt nicht viel, aber spätestens ab dem zweiten Teammitglied im Bunde wird einem bewusst, worauf man sich wirklich eingelassen hat.

Kraftakt-Challenge

Das Team der Feuerwehr Alkoven war bereits im ersten der vier Qualifikationsläufe mit dabei. So wie über 20 Teams auch. Nach dem Startschuss preschte Daniel Hinterberger über seine ersten 100 Meter, die noch recht hurtig zu überwinden waren. Er übergab das Staffelholz an den ehemaligen Kommandanten und heutigen Rosenbauer-Österreich-Chef Markus Wieshofer. Anfangs noch voller Power musste dieser schnell erkennen, dass sich die Schanze recht ordentlich gegen seine Attacke wehrt. Es wurde ein Kraftakt, bis er Martin Burger erreichte und ihm mit letzter Kraft sein Holzstück übergab. Während Wieshofer einen erschöpften Ruheakt auf der Steilschanze einlegen musste, gab Burger Vollgas und preschte mit angespannten Wadeln die nächsten 100 Meter in Richtung Schanzentisch. Aber auch er musste schnell erkennen, dass sich das Bezwingen des Bauwerks recht ordentlich am körperlichen Energiehaushalt bemerkbar macht. Auch entsprechend reichte er das Staffelholz an Holger Fuchs weiter, der dann über den eigentlichen Schanzentisch bis ins Wartehäuschen alles gab.

Alles mag zwar viel sein, aber dennoch war es (erwartungsgemäß) zu wenig. Das Siegerteam schaffte die Schanze in 2:21 Minuten. Auch wenn die Alkovener Mannen alles gaben, entspricht es fast einem Dahindümpeln (natürlich nur im Vergleich), denn bei ihnen tickerte die Uhr noch bis 3:55 Minuten weiter, bis die Schanze als bekämpft galt. Von 85 Rängen platzierte sich die Feuerwehr Alkoven auf dem 71. „Macht nix, wir wollten auch nur wieder dabei sein. Hat Spaß gemacht und 2020 kommen wir wieder“ – so der Tenor das Teams.

Hier geht's zum Video.


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