Nach 21 Jahren als Kapellmeister legt Hermann Stadlmayr das Amt in jüngere Hände
EFERDING/PUPPING. Unter dem erwartungsvollen Konzerttitel „My Way“ endet am Sonntag, 8. Dezember, eine Ära. Es wird das letzte Konzert des Musikvereins Eferding unter der Leitung von Kapellmeister Hermann Stadlmayr sein. Nach 21 Jahren, 70 Konzerten und 650 Proben ist für den Puppinger die richtige Zeit, den Platz frei zu machen.

Tips: 21 Jahre sind eine lange Zeit. Wie geht es Ihnen beim Gedanken ans Ende?
Stadlmayr: Zusammengefasst, es war eine schöne Zeit und ja es geht mir gut dabei, da ich die Gewissheit habe, den Verein in geordneten Verhältnissen zu übergeben.
Tips: Springen wir zum Anfang – wie hat alles angefangen?
Stadlmayr: Vor meiner Zeit als Kapellmeister hatte ich bereits sechs Jahre die Funktion des Kapellmeister-Stellvertreters über. Als dann der Wechsel anstand, gab es keine andere Option. Die lange Zeitspanne hat sich ergeben, da es schwierig war, einen geeigneten Nachfolger zu finden und mir meine Aufgabe zum Glück aber auch immer Spaß gemacht hat.
Tips: Und jetzt ist die richtige Zeit, zu gehen?
Stadlmayr: Mein Nachfolger ist der Richtige dafür, weil er die musikalischen Voraussetzungen mitbringt und aus unseren eigenen Reihen stammt. Er ist motiviert und der wohl wichtigste Punkt, er wird von allen Musikern akzeptiert.
Tips: Wird der Name schon verraten?Stadlmayr: Michael Ahammer. Tips: Wann findet die offizielle Stabübergabe statt?
Stadlmayr: Beim Frühjahrskonzert im April 2020, da die Neuwahlen erst im Jänner 2020 stattfinden.
Tips: Werden Sie dem Musikverein treu bleiben?
Stadlmayr: Definitiv. Ich freue mich schon darauf, wieder als Saxophonist aktiv mitmusizieren zu können.
Tips: Worauf haben Sie als Kapellmeister besonderen Wert gelegt?
Stadlmayr: Dass die Gemeinschaft im Verein passt und alle an einem Strang ziehen. Besonders die Nachwuchsarbeit war mir immer ein Anliegen.
Tips: Gibt es etwas, auf das Sie besonders stolz sind?
Stadlmayr: Wenn Konzerte und Auftritte besonders gut gelaufen sind und wir positives Feedback vom Publikum erhalten haben. Besonders stolz macht mich auch, dass die Jugendarbeit in meiner Zeit so richtig Fahrt aufgenommen hat und wir von etwa 40 auf 65 Mitglieder erhöhen konnten.
Tips: Hat man als Kapellmeister einen Lieblingsmoment?
Stadlmayr: Das Ende eines Konzertes, wenn das Publikum mit viel Applaus die Probenarbeit würdigt.
Tips: Die Arbeit der Vereine wird nicht leichter. Vor allem der fehlende Nachwuchs bereitet vielen Sorgen.
Stadlmayr: Wir haben diesbezüglich Glück, das Interesse der Jugend für unseren Verein ist ungebrochen groß. Besonders in den letzten Jahren haben sich immer mehr Junge gefunden, die im Vorstand aktiv am Vereinsleben mitarbeiten wollen. Unsere größte Herausforderung ist momentan die Situation mit dem Stadtsaal, in dem sich auch unser Probelokal befindet und die ungewisse Zukunft um diesen.
Tips: Zurück zum Konzert, worauf dürfen sich die Besucher bei Ihrem letzten Konzert freuen?
Stadlmayr: Auf meine Lieblingsstücke, ausgewählt aus meinen 70 Konzerten. Ob es eine Überraschung geben wird – wer weiß...


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