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EFERDING. Postkarten mit ungeklärter Herkunft geistern im Moment durch die Stadt. Der Stadtsaalabriss wird darauf verspottet. Tips-Recherchen nach den Urhebern der Karte blieben bislang erfolglos.

Tips-Redakteurin Lisa Hackl mit der Postkarte Foto: LHackl
Tips-Redakteurin Lisa Hackl mit der Postkarte Foto: LHackl

Die Postkarte wurde innerhalb der Stadt Eferding verteilt. Auf der Vorderseite ist der halbabgerissene Stadtsaal bei Nacht zu sehen. Auf die Rückseite ließen die unbekannten Auftraggeber Folgendes drucken: „Direkt an der nordwestlichen Ecke des Stadtplatzes findet man seit dem Jahre 2019 die Ruine Spiegelfeld. Besonderer Dank für diese neue Attraktion zur Bereicherung des Stadtbildes in der drittältesten Stadt Österreichs gebührt neben dem Errichter Georg Spiegelfeld-Schneeburg auch den visionären Vertretern der Stadt sowie insbesondere Herrn Georg Adam Starhemberg für seine aufopfernde Anteilnahme.“

Werbesujet verwendet

Ergänzt wurden diese Informationen mit Anleihen der im Jahr 2019 preisgekrönten Werbekampagne der Stadt Eferding „Eferding: Seit 1222“. „Wir nennen das Lebensqualität. Eferding darf das.“, steht auf der Rückseite der Postkarte geschrieben. Auf den ersten Blick wirken die Karten wie von der Stadt selbst herausgegeben. Florian Knogler von der Werbeagentur „zunder“, die die Kampagne 2019 abwickelte, freut sich über die Verwendung des Mottos: „Das beweist, dass mit unserem Slogan gearbeitet wird. In allem Kritischen ist schließlich etwas Positives.“ Seine Agentur hätte jedoch nichts mit der Postkarte zu tun. Auch das Eferdinger Stadtmarketing distanziert sich von der Aktion.

Spiegelfeld nicht amüsiert

Der Besitzer des Stadtsaalgeländes, Georg Spiegelfeld, zeigt sich wenig amüsiert über die Postkarte: „Solche Scherze heizen die Stimmung weiterhin auf.“ Laut Spiegelfeld ist die Vertragslage des Grundstücks unklar, mittlerweile ist darüber ein Rechtsstreit entbrannt, der am 30. April fortgesetzt wird.

Schicken Sie uns Ihre Ideen zum Ursprung der Postkarte an:

Roßmarkt 5, Grieskirchen oder

l.hackl@tips.at sowie Tel. 0664/8157712.


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ing manfred peischl
ing manfred peischl
19.03.2020 11:51

echt gut......

eine superidee, schade dass sie nicht von mir ist.....aber wunderschön dass es wenigstens arbeitsbeschaffung für juristen ist. wahrscheinlich um unser bezirksgericht zu retten.....

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Ein Eferdinger
Ein Eferdinger
18.03.2020 08:24

Kritik wohl erlaubt

Auch Herr Spiegelfeld muss wohl nach mehr als 100 Jahren nach Abschaffung des Adels zur Kenntnis nehmen, dass es der Bevölkerung wohl erlaubt ist, Kritik zu üben. Ein Aufheizen der Stimmung kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Herrn Spiegelfeld sollte auch klar sein, dass seine Art und Weise, wie er hier mit dem sensiblen Eferdinger Stadtkern umgeht, wohl nicht geeignet ist, dass ihm die Bewohner neutral, wenn schon nicht freundschaftlich, gegenüber stehen. Eine negative Stimmung schafft man sich selbst, diese muss hier gar nicht mehr aufgeheizt werden bzw. wird diese alleine durch das Verhalten von Herrn Spiegelfeld aufgeheizt, der anscheinend lieber Rechtsstreite führt, anstatt an einer konstruktiven Lösung des maßgeblich von ihm geschaffenen Problems mitzuarbeiten.