Straßenstreuung mit Gurkerlwasser oder Sauerkrautsaft in Prüfung
HINZENBACH. Eine innovative Idee wird seit vergangenem Jahr in der Kreisstadt Dingolfing in Bayern umgesetzt. Die Streufahrzeuge des Straßendienstes verstreuen dort gefiltertes Gurkenwasser. Tips hat nachgefragt, ob ein solches Projekt auch in Eferding möglich wäre.

Das Streusalz, das auf österreichischen Straßen landet, besteht aus Salzsole und trockenem Streusalz. Die Sole wird in Dingolfing durch gereinigtes und geklärtes Gurkenwasser ersetzt. Der Hersteller kümmert sich um die Klärung, die Straßenmeisterei lagert die Sole ein und verwendet sie im Winter.
Gurkerl aus Hinzenbach
Mit dem Unternehmen Efko befindet sich der größte Hersteller von Sauergemüse in Hinzenbach. Dort zeigt man sich grundsätzlich am Projekt interessiert, eine Umsetzung mit Gurkerlwasser ist für Geschäftsführer Klaus Hraby aber nicht möglich. „Milchsauer fermentierte Gurken aus unserem Sortiment werden nicht in der Produktion, sondern direkt bei den Lieferanten eingelegt und vergoren. Wir erhalten die Gurken anschließend in nur wenig Lake zur Verarbeitung. Die Menge ist zu gering, um als Streuersatz verwendet zu werden“, so Hraby. In hoher Menge fällt hingegen Sauerkrautlake an, genauere Ideen zur Umsetzung für die heimische Straßenmeisterei stehen derzeit noch aus. Der Sauerkrautsaft müsste gereinigt, erhitzt und mit Salz aufkonzentriert werden, was sich derzeit ökonomisch nicht lohnt. Landesrat Günther Steinkellner habe die Option der Streuung mit Gurkenlake geprüft, sie sei für Oberösterreich allerdings nicht effizient.


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