Pasta, Pesto, Perfektion: Wie sich Vater und Tochter einen Traum erfüllten
HARTKIRCHEN/WAIZENKIRCHEN/LINZ. Man nehme ein Schäuferl Kochkunst, eine Prise Kreativität, eine Messerspitze Mut, streut die Liebe zu gutem Essen darüber, vermengt alles mit einer Idee von Vater und Tochter und schon ist es fertig: das Rezept für „Die Pastamacher“.

Mit Pesto, Pasta und Nudeln - alles handgemacht und gepaart mit Experimentierfreude - finden sich der gebürtige Waizenkirchner Dietmar Öller und seine Tochter Melanie Heizinger aus Hartkirchen ab 2. Februar am Linzer Südbahnhofmarkt wieder und hauchen der Landeshauptstadt italienisches Flair ein.
Ideenreich im Lockdown
Der Startschuss für das Vater-Tochter-Projekt entstand im ersten Corona-Lockdown. Dietmar Öller ist gelernter Koch und hatte schon immer gerne mit Lebensmitteln experimentiert. Begonnen hatte alles aber mit der Idee, selbst gemachte Pasta, Sugos und Pestos via einen Online-Shop zu vertreiben - Tochter Melanie als kreativer Kopf im Zweigespann half ihrem Papa in Sachen Marketing. Doch schnell nahm das Projekt dynamische Züge an und eine frei gewordene Koje am Linzer Südbahnhofmarkt brachte den Traum der beiden auf Schiene: ein kleines, feines Lokal mit einer unverkennbaren Handschrift entstand, denn vom Fichtenzapfen-Salz über Nudeln, Saiblings-Pesto bis hin zum Sugo vom alten Mühlviertler-Bio-Rind und Bio-Limos sowie Essig-Shrups wird alles vom 44-Jährigen von Hand gefertigt. „Sogar die Fische für das Sugo fange ich selber“, erzählt der Koch. Wenn Öller gerade nicht selbst Fische fängt oder Kräuter selber zupft, beziehen die beiden ihre Zutaten vom Markt und achten im Weiteren auf Regionalität und Bio-Qualität. „Als Koch geht man leidenschaftlich gerne auf Märkte. Es war schon immer ein Traum von mir, in diesem Umfeld und mit diesem Flair ein kleines Lokal aufzumachen“, sagt Öller.
Jedes Produkt eine Geschichte
In der 57 Quadratmeter großen Koje am Markt werden ab 2. Februar die Produkte zum Mitnehmen angeboten, auch der Online-Shop startet dann. Sobald die Gastronomie wieder öffnen darf, können Gäste auch im Inneren oder im Gastgarten Platz nehmen. Inspirationen holt sich der Koch von seinen 300 Kochbüchern, Restaurantbesuchen und dem Drang, immer wieder Neues ausprobieren zu wollen. Es wird „gehoben, schnell, gut, biologisch, regional und man kann zu jedem Produkt eine Geschichte erzählen“, sagt Öller.
Selbstständig mit 21
„Ich koche und esse leidenschaftlich gerne. Ich habe die Liebe zum Essen vererbt bekommen“, sagt Tochter Melanie schmunzelnd. Mit nur 21 Jahren wagt die Hartkirchnerin den Sprung in die Selbstständigkeit und meint: „Wir gehen sehr selbstbewusst in die Selbstständigkeit, denn wir sind von unserem Konzept überzeugt. Durch die Regionalität und die Nachhaltigkeit, auf die wir achten, wird das die Zukunft sein“. Die Pestos liegen preislich zwischen 8,90 bis 10,90 Euro und bei den Sugos zwischen 6,90 bis 12,90 Euro. Und welches ihrer Produkte haben die Pastamacher selbst am liebsten? Melanies Favorit ist das Spargel-Pesto und Vater Dietmar hat sein Sugo Siciliana mit Tomaten, Rosinen, Pinienkernen und frittierten Melanzani am liebsten.


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