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ASCHACH. Seit einem knappen Monat ist Dietmar Groiss (SPÖ) Bürgermeister der Gemeinde Aschach. Im Tips-Interview spricht der 30-Jährige über seine Pläne und die Herausforderungen in der Gemeinde. 

Dietmar Groiss vor dem Aschacher Rathaus (Foto: Privat)
Dietmar Groiss vor dem Aschacher Rathaus (Foto: Privat)

Tips: Wie waren die ersten Wochen im Amt?

Groiss: Sie waren turbulent, viele verschiedene Anliegen wurden an mich herangetragen, ich habe versucht mir einen Überblick zu verschaffen.

Tips: Was sind die wichtigsten Themen für die Gemeinde Aschach?

Groiss: Vor allem Verkehrsthemen werden uns in den nächsten Monaten beschäftigen. Im Zentrum müssen wir die Parkplatzsituation entschärfen, zudem ist der Anschluss der Aschacher Bahn an die Linzer Lokalbahn ein weiteres großes Thema. Beim Ausbau der Umfahrung Eferding ist es uns wichtig, die Anrainer zu schützen.

Tips: Bereits vor der Wahl wurde der Agenda 21-Prozess initiiert, was sind dabei die wichtigsten Themen für die Aschacher?

Groiss: Da kommen bereits viele konkrete Ideen auf uns zu, vor allem die Belebung des Ortszentrums und die Nutzung der Donaupromenade sind ein großes Thema. Auch eine Begegnungszone im Zentrum und die Wohnungspreise in der Gemeinde wurden thematisiert.

Tips: Stichwort Donauufer. Über den geplanten Erlebnisweg an der Promenade wurde viel diskutiert. Wie sieht die Situation aktuell aus?

Groiss: Hier wurde viel diskutiert, aber die Bevölkerung fühlte sich zu wenig informiert. In der nächsten Gemeindezeitung soll die Möglichkeit einer Abstimmung gegeben sein, in der nächsten Gemeinderatssitzung im Dezember soll eine Entscheidung fallen. Für mich konterkariert das Projekt den aktuellen Bürgerbeteiligungsprozess, da viele freie Flächen nicht mehr genutzt werden könnten. Ich bin gespannt auf die Abstimmung im Gemeinderat.

Tips: Ist Tourismus für die Gemeinde eine Herausforderung oder eine Bereicherung?

Groiss: Der Tourismus ist für uns natürlich eine totale Bereicherung, dennoch gilt es nicht zu vergessen, dass wir als Gemeinde eine Verantwortung haben, wir müssen die Anliegen von Tourismus und Wirtschaftstreibenden und der Bürger miteinander vereinen.

Tips: Mit der Wiedereröffnung der Tischlerei am Schopperplatz wurde das kulturelle Angebot erweitert. Welche Maßnahmen sind kulturell in den nächsten Jahren zu erwarten?

Groiss: Wir wollen Aschach zur Kulturhauptstadt des Bezirkes machen, vor allem soll den Vereinen und kulturellen Bereichen Wertschätzung, auch in Form von finanziellen Mitteln angedeihen. Mit Birgit Koblinger haben wir eine Expertin als Vorsitzende im Kulturausschuss.

Tips: Vor welchen Herausforderungen steht die Gemeinde derzeit?

Groiss: Die Corona-Situation ist auch für uns ein großes Thema, ich glaube, dass die Spaltung der Gesellschaft ein zunehmdes Problem ist. Hier sind auch die Gemeindepolitiker in der Verantwortung, um die Dinge wieder zu kitten.

Tips: Wie war Ihr persönlicher Einstieg in die Politik?

Groiss: Ich bin schon von klein auf in Vereinen engagiert und habe dort gelernt, gemeinsam etwas zu schaffen. Mich politisch einzubringen war da nur der nächste logische Schritt. Ich bin in den vergangenen zehn Jahren im Gemeinderat in die Aufgabe hineingewachsen.


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