Krieg in der Ukraine bedroht Ernte der Eferdinger Bauern
EFERDING. Das aktuelle Kriegsgeschehen in der Ukraine könnte Einfluss auf die Gemüseernte im Bezirk Eferding nehmen. 1900 Erntehelfer könnten in Oberösterreich nicht einreisen, bis zu 80 Prozent Ernteverlust in manchen Sparten steht für die Bauern auf dem Spiel.

„Das könnte verheerender sein, als die Einreisestopps am Beginn der Corona- Pandemie im Jahr 2020“, erklärt Stefan Hamedinger, Geschäftsführer des Verbands der Obst- und Gemüseproduzenten Oberösterreich. Seit Beginn der Kampfhandlungen treibt ihn die Sorge um die Erntehelfer um, zahlreiche Bauern haben sich bereits bei ihm gemeldet. 65,9 Prozent aller Drittstaatsangehörigen unter den Erntehelfern stammen aus der Ukraine, das sind etwa 1.900 Personen in Oberösterreich. Die ersten Stammarbeitskräfte sollten bereits in den nächsten vier Wochen einreisen, spätestens Mitte April sollen die Mannschaften komplett sein.
Massive Ernteausfälle drohen
„Bis zu 80 Prozent der Erdbeerernte und, falls sich die Situation über die ganze Saison nicht ändert, 80 Prozent der Gurkerlernte könnten vom Ausfall betroffen sein“, erklärt Hamedinger. Für die Bauern geht es jetzt ums Ganze.
Männer müssen im Land bleiben
Laut Angaben der ukrainischen Behörden dürfen männliche Staatsbürger zwischen 18 und 60 Jahren das Land nicht mehr verlassen. „Das bedeutet für uns, dass wir keine Arbeiter mehr bekommen“, so Hamedinger. „Im Krieg ist die Arbeit als Erntehelfer natürlich zweitrangig“. Sollte, wie vom russischen Präsident Putin angekündigt, die Ukraine entmilitarisiert werden, könnte der Krieg bald vorbei sein. Die Situation müsse sich erst beruhigen, bevor wieder an eine Einreise zu denken sei, bestätigt der Geschäftsführer.
Pässe liegen auf der Botschaft
„Wir waren so früh dran und so gut aufgestellt wie noch nie“, erklärt Hamedinger. Das österreichische Arbeitsmarktservice bearbeitet die Saisonbewilligungen für ausländische Arbeitskräfte. Nur ein bestimmtes Kontingent an Drittstaatsangehörigen wird pro Jahr bewilligt. Viele der Arbeiter haben ihre Visa bereits erhalten, bei einigen liegen die Pässe noch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew auf der Botschaft, was die Situation verschärft.
„Wir können derzeit nichts bewirken“, resümiert Hamedinger. „Wir alle wissen, was wir zu tun haben, aber es würde derzeit nichts bringen, aufzudrehen“. Kommende Woche soll die Lage in Ruhe beurteilt werden.
100.000 Menschen auf der Flucht
Nach dem Einmarsch der russischen Armee in der Ukraine sind nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks United Nation High Commissioner for Refugees (UNHCR) 100.000 Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht, mehrere tausend haben das Land bereits verlassen.


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28.02.2022 07:29
Ernte in Gefahr
Ich will ja nicht böse klingen aber wir habe genug arbeitslose die viel zu lange zu Hause sind und sie auch nicht um eine Arbeit Bemühungen also warum nicht die für die Ernte einsetzen Ich kenne selbst ein Fall der Herr ist jetzt 10 Jahre Zuhause und macht nur das Nötigste das er das AMS Geld bekommt kann doch nicht sein