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HAIBACH/ST. AGATHA. Am 30. Juli 2021 wurde der ehemalige römische Donaulimes in die Welterbeliste der UNESCO eingeschrieben. Bei einem Festakt in Enns wurden nun die UNESCO-Urkunden den Donaulimes-Gemeinden, darunter auch Haibach und St. Agatha, offiziell überreicht.

Bei der Verleihung (v. l.): Bgm. Andreas Hinterberger aus Haibach, LH Thomas Stelzer und Vize-Bgm. Hermann Stockinger aus St. Agatha (Foto: Land OÖ/Max Mayrhofer)

Oberösterreich ist mit Donaulimes-Welterbestätten in folgenden Orten vertreten: Engelhartszell (Oberranna), St. Agatha (Schlögen), Haibach (Schlögen), Wilhering (Hirschleitengraben), Linz und Enns.

„Oberösterreich hat sich vehement dafür eingesetzt, dass der Donaulimes Teil der Welterbeliste der UNESCO wird. Mit dem Donaulimes, der Region Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut, den prähistorischen Pfahlbauten am Attersee und am Mondsee und den alten Buchenwäldern im Nationalpark Kalkalpen ist unser Land nunmehr vierfach auf der UNESCO-Welterbeliste vertreten. Für uns ist das ein Auftrag, dieses bedeutsame Erbe nicht nur zu sichern, sondern im Bewusstsein der Menschen zu verankern, und so auch künftigen Generationen zugänglich zu machen“, erklärte Landeshauptmann Thomas Stelzer bei der Urkundenverleihung.

Oberösterreich arbeitet gemeinsam mit Niederösterreich, Wien und den verantwortlichen Stellen im Bund derzeit an der Gründung eines Vereins, der künftig für das Welterbe Donaulimes verantwortlich sein wird. Ein entsprechender Managementplan wurde bereits mit der Bewerbung zum Welterbe ausgearbeitet, die Ausschreibung des Managements wird zeitnah erfolgen. Der Verein selbst wird seinen Sitz in Enns im Museum Lauriacum haben.

Die Welterbestätte umfasst den Verlauf der Donau von Bayern über Österreich bis in die Slowakei. Zur Zeit seiner größten Ausdehnung erstreckten sich die Grenzen des Römischen Reiches über rund 7.500 Kilometer. Das Grenzsystem beinhaltete Heerlager, Kastelle und Wachtürme. Gewässer und Straßen ermöglichten den Transport von Waren, Nachrichten und Soldaten. Um größere militärische Einrichtungen wurden auch zivile Siedlungen gebaut.


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