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EFERDING. Der 27-jährige Alexander Friedrich leitet seit Oktober das Eferdinger Stadtmuseum im Schloss Starhemberg und hat sich einiges vorgenommen, um das Museum noch interaktiver zu gestalten. Zudem zählt er zu den jüngsten Museumsleitern Österreichs.

  1 / 2   Museumsleiter Alexander Friedrich mit einem Kettenhemd, das Besucher tragen können. (Foto: Tips/Bogensperger)

Im Stadtmuseum in Eferding gibt es die Urgeschichte der Römer und viele welthistorische Gegenstände zu bestaunen. Viele davon würde man in einem kleinen Museum wie in Eferding nicht zwingend erwarten. Doch trotzdem sieht der neue Museumsleiter Alexander Friedrich Verbesserungsbedarf und möchte das „Museum aus dem Dornröschenschlaf holen“, wie er betont. Dabei denkt er an Interaktionen, sodass Besucher nicht nur zum Schauen kommen, sondern ein ganzheitliches Museumserlebnis ermöglicht wird. Als Beispiel führt Alexander Friedrich das Probieren eines ritterlichen Kettenhemdes an.

Für den Eferdinger Raum Erlebnisse anzubieten, das treibe ihn an, erklärt er und ergänzt: „Die Besucher müssen staunend rausgehen.“

Kinder im Fokus

Besonders im Blick hat er dabei Kinder, denn nur Senioren ins Museum reinzuholen, bringe laut Friedrich nichts. So bietet er spezielle Führungen für Kinder- und Jugendgruppen an. Alexander Friedrich arbeitet gerne mit Kindern zusammen – nicht nur bei Museumsführungen, sondern auch beruflich als Lehrer in einer Mittelschule. Dort unterrichtet er mit großer Leidenschaft Geschichte. „In der Praxis setze ich geschichtliche Themen dann hier im Museum um“, schwärmt Alexander Friedrich von seinem Nebenjob, den er als optimale Ergänzung zu seiner Berufung als Lehrer sieht. Bei den Führungen spiele Museumspädagogik eine große Rolle, sagt der Geschichte-Lehrer.

„War immer mein Steckenpferd“

Geschichte habe Alexander Friedrich schon immer Spaß gemacht: „Das war immer mein Steckenpferd“, erklärt der Eferdinger, der seine Stärken darüber hinaus im Organisieren und Planen sieht. „Ohne einen gewissen Weitblick funktioniert es nicht“, so Friedrich.

Das Besondere am Eferdinger Stadtmuseum ist die Vielzahl an Ausstellungsstücken. „Wir haben pro Raum 50 bis 60 Stücke, andere haben vier bis fünf“, sagt Alexander Friedrich und weist den Vorwurf des Überladens, den er ab und zu bekommt, zurück. Denn so könne man stöbern und findet immer etwas Neues bei jedem Besuch. Das sei ein Alleinstellungsmerkmal, ist der designierte Museumsleiter überzeugt.

Museum ist zweigeteilt

Am Gebäude des Eferdinger Stadtmuseums faszinieren ihn auch die Grundmauern, die 1.000 Jahre alt und fast einen Meter dick sind. Das Museum ist übrigens zweigeteilt. Ein Teil des Gebäudes gehört der Stadtgemeinde, während der andere Teil dem Haus Starhemberg gehört. Die Starhemberger sind eine der ältesten Adelsfamilien in Österreich, erklärt Alexander Friedrich. Die 800-jährige Stadtgeschichte Eferdings spielt auch im Museum eine große Rolle. So sei Eferding ständig neu erfunden worden, betont Friedrich.


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