Gedenkfeier für Opfer der Nationalsozialisten
ALKOVEN. Zahlreiche Ehrengäste, Angehörige sowie Nachkommen von Opfern und diplomatische Vertreter fanden sich zur Gedenkfeier im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim ein und erinnerten sich gemeinsam an die rund 30.000 Opfer des planmäßig betriebenen Mordes an Menschen mit körperlichen und psychischen Krankheiten durch die Nationalsozialisten.

Nach der Begrüßung durch die Obfrau des Vereins Schloss Hartheim, Brigitte Kepplinger, sprach Landeshauptmann Thomas Stelzer Worte des Gedenkens: „Aus unserer Geschichte lernen heißt für uns auch, Wert und Würde aller Menschen voll anzuerkennen, ihnen Brücken in die Gesellschaft hereinzubauen und so Teilhabe zu ermöglichen.“ Die diesjährige Rede zur Gedenkfeier hielt der Universitätsprofessor und Verfasser zahlreicher Texte zur österreichischen Behindertenbewegung und -politik Volker Schönwiese. Zentrale Themen seiner Rede waren die Selbstorganisation von Menschen mit Behinderungen und der Widerstand von Menschen mit Behinderungen gegen den Nationalsozialismus. Im Anschluss an die Gedenkrede wurden auf dem Friedhof der Opfer Gebete von Vertretern der katholischen und der evangelischen Kirche sowie der Israelitischen Kultusgemeinde gesprochen und Kränze von diplomatischen Vertretern und Organisationen niedergelegt.


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