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LOCHEN/ALKOVEN. Nach dem Hundeangriff im Bezirk Perg sorgt jetzt ein Video einer Hundeabrichtung in Alkoven, das der Pfotenhilfe Lochen zugespielt wurde, für Diskussionen. Ein Schäferhund wird in dem Video offenbar dazu animiert, nach einem Beißkissen zu fassen.  

Das Video zeigt die Ausbildung eines Schäferhundes. (Foto: Symbolfoto: nordantin/stock.adobe.com)
Das Video zeigt die Ausbildung eines Schäferhundes. (Foto: Symbolfoto: nordantin/stock.adobe.com)

Ein Passant hatte das Video am Hundeplatz in Alkoven (Bezirk Eferding) aufgenommen. Ihm zufolge wird in dem Video unter anderem eine Peitsche eingesetzt, es werde brutal an der Leine gerissen und der Hund werde angeschrien. Für die Pfotenhilfe ist das Verhalten am Abrichteplatz Tierquälerei, sie will Anzeige erstatten. Daher startet die Tierschutzorganisation eine Petition an den Tierschutzminister Johannes Rauch (Grüne) und fordert eine weitere Konkretisierung der Gesetzeslage zur Ausbildung von Hunden.

 Kritik von Tierschutz-Landesrat

„Ich bin bestürzt über das Video, das einmal mehr zeigt, dass das Konzept von Schutzhundeausbildungen für private Halter gründlich durchleuchtet und hinterfragt werden muss“, sagt beispielsweise auch Tierschutz-Landesrat Michael Lindner (SPÖ). „Ausbildungen, bei denen Aggressivität und Kampfbereitschaft von Tieren erhöht werden, sind nach dem Tierschutzgesetz grundsätzlich unzulässig.“ Denn nicht nur schaden sie den Hunden selbst, sondern erhöhen auch die Gefahr für Menschen, Opfer von Hundebissattacken zu werden, so Lindner.

Er will deshalb bei der Tierschutzreferenten-Konferenz am 25.Oktober einen Antrag einbringen, dass die Ausbildungen für private Hundehalter durch eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe überprüft werden. Einer der wesentlichen Eckpunkte der Evaluierung soll das Verbot der Schutzhundeausbildung für private Halter sein.

Update am 17. Oktober um 15.32

Der Obmann des Hundevereins verteidigt das im Video gezeigte Verhalten. Es handle sich dabei um eine normale Ausbildung, bei der eine Angel und ein Beißkissen eingesetzt wird. „Es wird nur mit dem Beutetrieb des Hundes gearbeitet und es wird keine Aggressivität eingesetzt.“


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