Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Der Steinkauz hat zurück ins Eferdinger Becken gefunden

Nora Heindl, 21.06.2018 08:05

EFERDINGER BECKEN. Der Steinkauz zählt zu den seltensten Brutvögeln Oberösterreichs. Dank entsprechender Schutzmaßnahmen konnte sich die vom Aussterben bedrohte Eule im Eferdinger Becken zum Glück wieder etwas erholen.

Der Steinkauz ist die kleinste Eule, die in unserer Region brütet. Foto: Josef Limberger
  1 / 3   Der Steinkauz ist die kleinste Eule, die in unserer Region brütet. Foto: Josef Limberger

Noch vor einigen Jahrzehnten war der lediglich amselgroße Steinkauz in unseren Gefilden weit verbreitet, heute ist sein Bestand auf klägliche Restvorkommen im Eferdinger Becken, im Machland und in der Riedmark geschrumpft. So konnte 2000 von Mitgliedern der Naturschutzgruppe Haibach nur mehr ein Brutpaar des Steinkauz beobachtet werden.

Für Josef Hinterberger, Georg Strasser und Albin Lugmair war ein Brutpaar allerdings genug und sie begannen mit Unterstützung der OÖ Naturschutzabteilung Nistkästen in den Streuobstwiesen, dem bevorzugten Lebensraum des Steinkauzes, aufzuhängen. „Wir haben dabei eng mit den Landwirten und Besitzern der Streuobstwiesen zusammengearbeitet, denn ohne deren Unterstützung wäre unser Vorhaben auch heute noch kaum möglich“, erzählt Lugmair.

Das Ziel, den Steinkauz im Eferdinger Becken wieder anzusiedeln, war erfolgreich. Vor kurzem konnten acht Bruten und insgesamt zehn Reviere gezählt werden. „Es waren schon einmal mehr, aber der strenge Winter vor zwei Jahren hat seine Spuren hinterlassen. Die Tiere erfrieren zwar nicht, bleibt der Schnee aber zu lange liegen, finden sie keine Nahrung und sie verhungern“, so der Alkovener.

Einen deutlichen Erfolg konnten die Naturschützer bei der Senkung der Sterberate der Jungvögel erzielen. „Plumpst ein flugunfähiges Jungtier aus dem Nistkasten, bedeuten eine Katze oder auch der Regen seinen sicheren Tod. Wir haben deshalb begonnen, unter die bewohnten Nistkästen zusätzliche Bodenkästen zu stellen, in denen die Jungen Schutz finden und von den Eltern weiter versorgt werden können“, so Lugmair (siehe Foto unten links).

Das nächste Ziel wäre die Ausweitung der Population in nördliche Richtung des Eferdinger Beckens. Der Naturpark Obst-Hügel-Land in St. Marienkirchen etwa würde optimale Bedingungen vorweisen,  doch der Steinkauz ist standorttreu und hält wenig von einer Neuansiedelung. „Der Steinkauz ist zwar ein Reviervogel, er schätzt aber die Nachbarschaft von Artgenossen. Die Reviere liegen alle in Rufweite aneinander. Zwar wagt der Steinkauz mal größere Ausflüge, doch findet er vor Ort keine Artgenossen, wird er sich dort auch nicht ansiedeln“, erklärt der Naturschützer. Er ist davon überzeugt, dass es vor nicht allzu langer Zeit Steinkäuze rund um den Naturpark gab und hofft auf ein oder mehrere unentdeckte Exemplare. „Vielleicht gibt es ja wirklich noch einen Steinkauz im Naturpark. Sollte jemand eine Sichtung mache, würde ich mich sehr über ein Rückmeldung freuen“, so Lugmair.

Sie haben einen Steinkauz im Naturpark gesehen? Dann melden Sie sich bitte bei Albin Lugmair: 0664/3351671


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden