Ein Gemüsebeet zum Mieten
HARTKIRCHEN. Der Traum vom Garten samt Gemüsebeet erfüllt sich nicht für jeden. Dem möchten Karin und Gottfried Wieser nachhelfen. In ihrem Schaunburger Biogarten vermietet das Hartkirchner Ehepaar seit heuer Ackerflächen an Privatpersonen, aber auch Schulklassen kommen in den Genuss.

Das Resümee nach der ersten „Probe-Saison“ ist positiv: Drei Privatpersonen und acht Schulklassen haben heuer bereits ihr eigenes Gemüse inmitten von Wiesen und Feldern samt Blick auf die Burgruine Schaunberg angebaut. Für 2023 soll das Leader-Projekt nun forciert werden. „Zehn Privatpersonen und 20 Schulklassen dürfen es gerne werden“, ist sich das Hartkirchner Ehepaar einig.
140 Euro kosten 25 Quadratmeter Ackerfläche für ein Jahr, das Beet wird im Frühjahr gefräst übergeben. Was die Mieter anpflanzen, ist ihnen überlassen, „einzige Voraussetzung ist, es muss bio sein“, so Gottfried Wieser. Wasser und Gartenwerkzeug stehen vor Ort zur Verfügung. Sogar ein Klo mit Spülung steht bereit, denn der Biogarten lädt seine Mieter dank natürlichem Pavillon mit großem Tisch und Feuerstelle auch zum Verweilen ein. „Bei uns steht nicht nur das Gemüse im Vordergrund, sondern auch die Gemeinschaft“, betonen Karin und Gottfried Wieser. So manch einer komme schon am Morgen, um gemütlich vor Ort zu frühstücken, bevor es ans garteln geht. Als Umzäunung des Areals dient eine 250 Meter lange Naschhecke, bei der ebenfalls jeder zugreifen darf.
Auch wenn sich die privaten Mieter selbst um ihr Beet umschauen, ist eine tägliche Anwesenheit kein Muss. „Wir haben selbst unser Gemüse auf dem Areal angebaut und spritzen die Beete unserer Mieter gerade im Sommer abends mit“, so Gottfried Wieser.
Es gibt bereits Vorreservierungen für das nächste Jahr. Interessierte können sich jederzeit melden (siehe Infokasten).
Schüler bauen ihr eigenes Gemüse an
Besonders am Herzen liegt den beiden die Kooperation mit Schulen. Als Volksschullehrerin in Wels musste Karin Wieser immer wieder feststellen, dass Kindern aus dem urbanen Bereich kaum Bezug zum Gemüseanbau haben.
Nach dem gemeinsamen Anbau im Frühling sind die Schulklassen in den nächsten Wochen wieder eingeladen, ihr Gemüse zu ernten. „Einen Teil werden wir zusammen verkochen, den Rest bekommen die Schüler als Gemüsekisterl für zu Hause mit“, erzählt die Hartkirchnerin. Unterm Jahr betreut das Ehepaar die Beete der Schulklassen. Die Schüler sind aber eingeladen, jederzeit mit ihren Eltern und Großeltern vorbeizuschauen.
Kleinere Veranstaltungen geplant
Neben der Aufstockung der vermieteten Ackerflächen hat das Ehepaar noch weitere Pläne für das nächste Jahr: „Wir möchten das Areal für kleinere Tagesveranstaltungen wie Kindergeburtstag, Familiengrillerei oder Ferienaktion zur Verfügung stellen. Auch planen wir ein Erntedankfest samt Feldmesse und Musik.“


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