Sara Takanashi war in Hinzenbach nicht zu schlagen
HINZENBACH. An Sara Takanashi führte dieses Wochenende in Hinzenbach kein Weg vorbei. Beim fünften Damen Weltcup-Wochenende in Hinzenbach holte sich die überragende Japanerin an beiden Tagen den Sieg. Beim ersten Bewerb am Samstag landete die 20-Jährige damit vor den beiden Deutschen Katharina Althaus und Carina Vogt. Am Sonntag sprang Geburtstagskind Carina Vogt auf Platz Zwei und Maren Lundy aus Norwegen holte sich den dritten Platz am Podest.

Rundum zufrieden zeigte sich OK-Präsident Bernhard Zauner nach dem gelungenen Damen-Weltcupspringen, das sein Verein heuer bereits zum fünften Mal souverän organisiert hat. 40 Springerinnen aus zwölf Nationen, die Top-Elite des Damen-Skisprungs war am Wochenende in der kleinen Gemeinde im Eferdinger Becken zu Gast und bot an zwei Tagen über 4000 Besuchern ein tolles Wintersport-Spektakel.
Extrem spannend gestaltete sich das erste Springen am Samstag, wo im ersten Durchgang die vier besten Springerinnen innerhalb eines Meters beisammen lagen, bevor im zweiten Durchgang wieder einmal die Weltcupführende ihre sportliche Größe ausspielte und mit einem 91-Meter Sprung bei Gold landete.
Bei den Österreicherinnen war am ersten Wettkampftag einmal mehr Daniela Iraschko-Stolz die Beste. Mit 86,5 und 87 Metern landete sie letztendlich auf Platz 5. Chiara Hölzl hatte im ersten Durchgang einen großartigen 88 Meter-Sprung gezeigt, musste sich aber nach 82 Metern in der zweiten Runde mit Platz 6 zufrieden geben. Die Oberösterreicherin Jacqueline Seifriedsberger konnte ihren Heimvorteil nicht ganz nutzen und sprang mit 82,5 und 83 Metern auf Rang 9. Hervorragend lief das Wochenende wiederum für die junge Marita Kramer. Die 15-Jährige schaffte bei ihrem ersten Antreten im Weltcup gleich den Sprung in den zweiten Durchgang und konnte mit Platz 29 erste Weltcup-Punkte sammeln.
Zweiter Sieg beim zweiten Bewerb
Ein ähnliches Siegerfoto wie am Samstag gab es beim zweiten Weltcup-Springen an diesem Wochenende in Hinzenbach. Takanashi zeigte in beiden Durchgängen den weitesten Sprung des Feldes. Mit 92 und 89 Metern sprang sie zu ihrem 52. Weltcupsieg und verwehrte damit der Deutschen Carina Vogt den Stockerlplatz ganz oben als Geburtstagsgeschenk. Maren Lunby aus Norwegen konnte sich mit 85,5 und 89,5 Metern und 1,9 Punkten knapp vor Daniela Iraschko-Stolz durchsetzen, die mit Platz Vier einmal mehr beste Österreicherin war. Chiara Hölzl war am Sonntag gesamt Sechste, Lokalmatadorin Jacqueline Seifriedsberger zeigte mit Platz 8 ebenso eine aufsteigende Form.
Tolles Wetter, tolle Kulisse
Auch wenn eine Österreicherin am Stockerl OK-Chef Zauner sehr gefreut hätte, ist der UVBHinzenbach-Präsident mehr als zufrieden. „Ein schöneres Wetter kann man sich nicht wünschen, auch wenn die Vorbereitungen aufgrund des starken Eisregens extrem hart waren“, so Zauner. „Aber die Belohnung war heute ein super Wetter, schöne Kulisse mit Schnee rundherum und ein toll besuchter Damen-Weltcup“, freut sich Zauner, der neben ÖSV-Sportdirektor Hans Pum, LSV OÖ-Präsident Fritz Niederndorfer, Vizepräsident ÖSV Toni Leikam, Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner, Landesrätin Birgit Gerstorfer, Landesrat a.d. Reinhold Entholzer, den Landtagsabgeordneten Jürgen Höckner und Günther Pröller, OÖ Tourismuschef Andreas Winkelhofer und Bürgermeister Wolfgang Kreinecker auch den früheren Nationalteam-Fahrer Franz Gruber und die zweifache Olympiasiegerin Petra Kronberger als Skisprung-Fans begrüßen durfte.
2500 Euro für Lukas Müller ersprungen
Nicht nur Mut und Überwindung brauchte es für die Teilnahme beim Charityspringen im Rahmen des Damen Springsprung Weltcup-Wochenendes, sondern auch ein gutes Maß an Selbsteinschätzung. Ziel des schon traditionellen Springens für einen guten Zweck ist nämlich nicht, die größte Weite, sondern die zuvor selbst prognostizierte Distanz zu erreichen. Zahlreiche Herren und auch zwei furchtlose Damen stellten sich dieser Aufgabe, zugunsten des seit einem Sturz querschnittgelähmten Skispringers Lukas Müller und segelten auf der Zehn-Meter-Schanze hinunter zum Publikum.
Für den einen oder anderen erfüllte sich da angeblich ein Jugendtraum, für manch blutigen Anfänger war es aber auch einfach nur ein Sieg über den inneren Schweinehund und eine Riesenhetz. Als Sieger ging unter den Augen der gestrengen Wertungsrichter UVB-Hinzenbach-Präsident Bernhard Zauner und dem ehemaligen Olympia-Sieger Ernst Vettori, das junge Wüstenrot-Team mit Max Huemer, Sophie Kothbauer und Alex Achleitner hervor. Auf Platz Zwei landete das Team um Andreas Goldberger mit Michael Pecherstorfer und Julian Enzelsberger. Und der Nachwuchs ist beim UVB Hinzenbach gesichert, denn mit Christoph Fuchshuber, Christian Schlagnichtweit und Sebastian Rathwallner landeten die Talente UVB Hinzenbach I auf Rang Drei.
Dank der vielen Teilnehmer und großzügiger Sponsoren und Spender konnten so 2500 Euro für Lukas Müller, der sich das unterhaltsame Springen natürlich nicht entgehen ließ, gesammelt werden.


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