Zwei japanische Siege und ein Sturz beim Damen-Weltcup in Hinzenbach
HINZENBACH. Drei Weltcup-Skispringen in drei Tagen brachten die Athletinnen in Hinzenbach hinter sich. Die große Siegerin war die Japanerin Sara Takanashi. Ein Sturz der Norwegerin Eirin Maria Kvandal überschattete den dritten Tag.

Mit einem slowenischen Jubeltag begann das Skisportwochenende in Hinzenbach am Freitag. Nika Kriznar holte sich mit 89 Metern und 90,5 Metern ihren ersten Weltcupsieg. Ihre Teamkollegin Ema Klinec landete mit nur 0,8 Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz. Die Japanerin Sara Takanashi, die als eine der Favoritinnen ins Rennen ging, wurde am ersten Tag wegen eines irregulären Anzugs disqualifiziert. Eirin Maria Kvandal platzierte sich am Freitag auf Platz drei. Die Österreicherin Marita Kramer, die derzeit die Weltcupliste anführt, konnte sich in Hinzenbach nicht ganz vorne einreihen. Am Freitag reichte es nur für Platz vier. Ihre Teamkollegin Daniela Iraschko-Stolz platzierte sich auf Platz sechs, die Vorjahressiegerin Chiara Hölzl landete auf dem 13. Rang. Lisa Eder wurde am Freitag Achte und Sophie Sorschard belegte Platz 20.
Takanashi in alter Form
Am Samstag konnte Sara Takanashi wieder gewohnte Weiten erreichen. Zwei Sprünge auf je 90 Meter legte die erfahrene Sportlerin vor und beschloss dadurch ihren 58. Weltcupsieg. Nika Kriznar platzierte sich knapp dahinter mit nur 0,4 Zählern Abstand in der Wertung. Silje Opseth aus Norwegen landete auf dem dritten Platz. Die beste Österreicherin war Daniela Iraschko-Stolz auf Platz vier, dahinter lagen Lisa Eder auf Platz 23, Chiara Hölzl auf Platz 24 und Julia Mühlbacher auf Platz 27. Die österreichische Titel-Favoritin Marita Kramer wurde nach dem ersten Durchgang aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei ihrem Anzug disqualifiziert.
Schwerer Sturz von Kvandal
Der dritte Bewerbstag ging erneut mit einem Sieg von Sara Takanashi zu Ende. Zum achten Mal stand die Japanerin auf dem Stockerl in Hinzenbach. Auf Platz zwei platzierte sich Nika Kriznar, gefolgt von Silje Opseth auf Platz drei. Für Aufsehen sorgte der schwere Sturz von Eirin Maria Kvandal aus Norwegen. Im zweiten Durchgang stürzte die 19-Jährige bei der Landung, überschlug sich und blieb im Auslauf liegen. Sie wurde mit Verdacht einer schweren Knieverletzung ins Klinikum Linz eingeliefert, entging aber einem Knochenbruch.
Erfolgreiches Wochenende für den UVB Hinzenbach
Trotz der strengen Sicherheitsauflagen und auch ohne Sieg der österreichischen Skispringerinnen war es ein erfolgreiches Wochenende für die Union Volksbank Hinzenbach (UVB). In einem Zonenplan wurden Pressevertreter und Athleten voneinander getrennt, strenge Kontrollen fanden statt und negative Corona-Tests mussten vorgelegt werden. UVB-Präsident Bernhard Zauner zeigt sich zufrieden mit dem Ablauf des Wochenendes. „Mich freut es wirklich sehr, dass wir trotz der schwierigen Situation viele freiwillige Helfer hatten. So viele, dass ich einigen absagen musste. Wir konnten das sehr aufwändige Zonenkonzept erfolgreich umsetzen“, so Zauner. Für das nächste Jahr habe man die Bestätigung der Federation Internationale de Ski (FIS), den Damen-Weltcup wieder in Hinzenbach durchzuführen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden