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SCHARTEN. Seit 25 Jahren fährt Christian Kellermayr, auch bekannt als Chris Kelly, Auto­rennen. Mit Tips sprach er über die besten Momente seiner Karriere, den besonderen Kitzel und warum Slalomfahren sich immer größerer Beliebtheit erfreut. 

Seit 25 Jahren fährt Kellermayr Rennen. (Foto: Privat)
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Nach einem Arbeitsunfall vor 25 Jahren begann der Schartner sich für Autorennen zu interessieren. „Ich war einmal dabei und habe zugeschaut, danach wusste ich, das ist meins.“ Kellermayr beginnt selbst, Stockcar zu fahren. Dabei treten mehrere Fahrer auf einer Rennstrecke gegeneinander an, Kollisionen und Blechschäden sind an der Tagesordnung. Bis 2003 fährt Kellermayr in der Staatsmeisterschaft, danach steigt er auf Beschleunigungsrennen um, bei denen gegen andere Fahrer eine gerade Strecke möglichst schnell absolviert werden soll. Bis 2016 ist Kellermayr aktiv, danach wendet er sich dem Autoslalom zu. „Da gibt es die meisten Rennen und Möglichkeiten zu fahren“, beschreibt Kelly.

Marke Eigenbau

Seinen roten Fiat Uno wertet Kellermayr in jeder Saison auf. Sechs Motoren wurden mittlerweile verbaut, neue Reifen müssen in jeder Saison sein. Das Auto fährt in der Kategorie Formelfrei, war ursprünglich mit zwei Motoren ausgestattet, inzwischen ist es nur noch einer. „Zwei Motoren machten das Auto zu schwer“, so Kellermayr, der nach 25 Jahren als einer der Erfahrensten in der Szene gilt. Doch die Konkurrenz wächst wieder. „Aufgrund der Corona-Auflagen ist es schwierig, Rennen zu organisieren, aber das Interesse ist groß“, erklärt der Rennsportler. Vor allem Frauen und junge Fahrer sind in den vergangenen Jahren dazugekommen, besonders spannend ist, dass mit dem eigenen Auto an Rennen teilgenommen werden kann. „Alles, was man braucht, ist ein Führerschein, ein Helm und ein Auto, dann kann jeder mitfahren“, erklärt Kellermayr.

Schrauben und Fahren

Die Liebe zum Schrauben macht den Großteil von Kellermayrs Hobby aus. In einer 90 Quadratmeter großen Werkstatt mit Hebebühne verbringt Kellermayr viel Zeit, um sich auf die nächste Saison vorzubereiten und sein Auto nach den Rennen wieder fit zu machen. Der Schlüssel zum Sieg besteht aus mehreren Faktoren. „Das Fahrwerk und die Räder machen sehr viel aus, aber auch Erfahrung und Reaktionszeit sind viel wert“, erklärt der Rennfahrer. Mehr Risiko ist möglich, aber „ich fahre auf der sicheren Seite“, so Kellermayr.

Dem Vater gewidmet

Kellermayr weiß, wovon er spricht. Achtmal stand er beim Österreichischen Meisterschaftsslalom 2021 auf dem Podest, bei ingesamt zehn Rennen. Den Erfolg in seiner 25. Rennsportsaison widmet er seinem kürzlich verstorbenen Vater. Ans Aufhören denkt der Schartner noch lange nicht: „Die 30 Jahre würde ich schon gerne vollmachen.“


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