Trotz Erdbeben und Handelsblockade geht Eferdinger Fair Trade-Modelabel seinen Weg
EFERDING. Das Eferdinger Modelabel FAIRytale arbeitet kontinuierlich daran, dass bio-fair gehandelte Mode nicht mehr nur etwas für „Alternative“ oder junge Stadtmenschen ist. Mit ungewöhnlichen Modeschauen reist die Designerin Ingrid Gumpelmaier-Grandl durchs Land, zeigt ihre Mode und erzählt über die Produktionshintergründe.

„Models sind dabei immer Frauen aus der Region und zwar dünnere und dickere sowie junge und ältere Frauen“, so die Eferdingerin. Dabei lädt sie die Frauen ein, da und dort ein bisschen mutiger zu werden.
„Mut, Herzblut und Durchhaltevermögen sind grundlegende Qualitäten, die man für so ein Modeprojekt braucht. Es ist eine große Herausforderung, den Spagat zwischen öko-fairen Produktionsbedingungen und den Anforderungen an die westliche Modewelt erfolgreich zu schaffen“, so Gumpelmaier-Grandl. Dazu kommt, dass im Produktionsland Nepal 2015 starke Erdbeben und eine Handelsblockade an der indischen Grenze die Verhältnisse enorm erschwert haben. Viel Kreativität und Flexibilität waren die Antwort des Labels auf die widrigen Umstände.
Umso erfreulicher war es für alle, dass just in dieser schwierigen Situation ein weiterer Schritt nach vorne gemacht werden konnte. „Die aktuelle Frühlingskollektion wurde zur Gänze mit Öko-Strom produziert, der durch die mit dem Landesumweltpreis ausgezeichnete Photovoltaikanlage am Dach der Schneiderei in Kathmandu gewonnen wird“, so die Eferdingerin. Mittlerweile ist die Mode in ganz Österreich erhältlich. Anfragen aus dem Ausland sind nun die nächste Herausforderung.
Offenes Atelier am 10. April
Wer mehr über die Herstellung der Mode erfahren möchte, ist beim Tag des offenen Ateliers am Sonntag, 10. April, 10-16 Uhr, in der Schlossergasse 7 in Eferding herzlich willkommen.


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