Kooperationen liegen in der Landwirtschaft im Trend
PUPPING. „Kooperationen gewinnen in der Landwirtschaft vermehrt an Bedeutung. Erzeugergemeinschaften und der Vertragslandbau stellen eine Chance für die Landwirtschaft dar. Sie bieten Stabilität. Angesichts der starken Preisvolatilität in allen Bereichen der Landwirtschaft gewinnen diese Kooperationsformen wieder verstärkt an Bedeutung“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Ein Erfolgsbeispiel in Oberösterreich ist die 1996 in Pupping gegründete Erzeugergemeinschaft Donautal, die in dieser Woche die Maisernte abgeschlossen hat. „Die Erträge unserer Landwirte sind durchaus zufriedenstellend“, sagte Josef Lehner, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft. „Mit bäuerlichen Kooperationen gewinnen wir an Bedeutung. Im Vergleich zum Einzelbetrieb wird man von der Industrie als starker Partner wahrgenommen. Wir sitzen selbst am Verhandlungstisch, um einen Mehrwert für unsere Mitglieder zu generieren. So kann das Einkommen der Maisbauern wesentlich verbessert werden“, so Lehner weiter. Ein langjähriger Partner der Erzeugergemeinschaft ist etwa die Agrana in Aschach.
Diese gestärkte Verhandlungsposition ist für Hiegelsberger entscheidend: „Gerade in Österreich herrscht eine hohe Marktkonzentration vor. Durch den Zusammenschluss von Landwirten kann diese gebrochen werden. Auch der Vertragslandbau kann Sicherheit für den Einzelbetrieb bieten. Es geht um Vertrauen und die Möglichkeit Projekte gemeinsam umzusetzen. Wir müssen zurück zu fairen Partnerschaften, das ist der Weg in die Zukunft“, so der Agrar-Landesrat.


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