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PUPPING. Egal ob grün oder weiß – das Trend-Gemüse Spargel ist aus vielen Küchen nicht mehr wegzudenken. Dank sommerlicher März-Temperaturen konnte heuer rund um den 1. April außergewöhnlich früh mit der Ernte begonnen werden. Für schlaflose Nächte sorgten dafür die vergangenen Kälteeinbrüche.

Die Spargelbauern aus dem Bezirk Eferding bei der Saisoneröffnung in Taubenbrunn/Pupping: Verbands-Obmann der Obst- und Gemüseproduzenten Ewald Mayr, Andre Berner (Pupping), Bernhard Aichinger (Prambachkirchen), Bernhard und Regina Mayer (Fraham), Maria Haiss (Hartkirchen), LKOÖ-Gemüsebaureferent Stefan Hamedinger, Alfred Holzer (Eferding), Hausherr Rudolf Lindinger (Pupping), Matthias Ecker (Fraham) und LKOÖ-Präs. Franz Reisecker (v. l.) Foto: Heindl

Gehen beim weißen Spargel die Erntemengen lediglich zurück, kann beim Grünspargel ein Ernteausfall von einer Woche drohen. Der grundlegende Unterschied: Der weiße Spargel wächst unterhalb der Erde, der grüne ungeschützt oberhalb. Die abgefrorenen Spitzen des Grünspargels müssen abgeschnitten werden und es heißt eine Woche lang auf den nächsten Aufwuchs warten.

500 Tonnen oö. Spargel

Der großflächige Spargel-Anbau begann in Oberösterreich 1988 auf zwei Betrieben. „Mittlerweile gibt es 16 bäuerliche Spargel-Produzenten und es werden derzeit auf circa 120 Hektar Acker rund 38 Hektar weißer und 82 Hektar grüner Spargel produziert“, erläutert Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ. Im vergangenen Jahr wurden etwa 500 Tonnen Spargel geerntet, das sind 22,7 Prozent der gesamtösterreichischen Spargelproduktion – österreichweit werden auf rund 800 Hektar 2500 Tonnen Spargel produziert.

Erntefrisch auf den Tisch

Spargel wird frühmorgens in mühevoller Handarbeit geerntet, gewaschen, geschnitten, sortiert und gekühlt. Die tägliche Ernte bürgt für beste Qualität. Frischer Spargel ist in Österreich circa zehn Wochen hindurch erhältlich, die Haupterntezeit dauert durchschnittlich nur acht Wochen und beginnt im Freiland, je nach Witterung, um den 20. April.

Die Landwirtschaftskammer OÖ plädiert dafür, dass der Spargel dann genossen wird, wenn er aus regionaler Produktion zur Verfügung steht. „Aktionen der Handelsketten, die bereits ab Anfang März die Kunden mit Spargel aus Peru oder Marokko zum Kauf locken, sind für unsere bäuerlichen Betriebe nicht hilfreich“, betont Reisecker. In Oberösterreich finden über 90 Prozent der Spargelstangen den direkten Weg zum Endkonsumenten.

Der Bauernspruch „Kirschen rot, Spargel tot“ besagt, dass nach dem Johannistag (24. Juni) kein Spargel mehr gestochen werden soll, weil die Spargelkultur ausreichend Regeneration braucht. Aufgrund des frühen Erntebeginns kann heuer auch schon früher Schluss sein, denn ein Spargelstock produziert immer die gleiche Menge.


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