Lehre mit 50: Eferdinger fand beim Maschinenring seine wahre Berufung
EFERDING. Thomas Steinerberger aus dem Bezirk Eferding hat sich nach einem Burnout als „Spätberufener“ für eine Lehrlingsausbildung beim Maschinenring entschieden. Innerhalb von 18 Monaten wird der 50-Jährige seinen Lehrabschluss zum Garten- und Grünflächengestalter absolvieren.

Nach 28 Jahren Arbeit in einer Einkaufsabteilung und im Außendienst konnte Thomas Steinerberger aufgrund gesundheitlicher Probleme für etwa ein Jahr keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen. „Da der Berufswiedereinstieg in meinem Alter nicht mehr so einfach ist, besuchte ich einen Informationsabend, der sich genau um dieses Thema drehte. Der Chef des AMS OÖ, dem ich sehr dankbar bin, vermittelte mir eine Stiftung, um eine passende Berufssparte zu finden“, erzählt Steinerberger über den Weg zu seiner neuen Berufung.
Dafür nahm die Stiftung des AMS Oberösterreich eine genaue Analyse von Steinerberger vor. Hier entstand die Idee, eine Lehre als Garten- und Grünflächengestalter zu absolvieren. „Da ich schon zu Beginn meines Berufslebens mit dem Gedanken spielte, war ich sofort begeistert von dieser Möglichkeit“, so Steinerberger. Und die Chance dazu bot sich bereits im Dezember 2016 beim Maschinenring Wels. Aufgrund einer Umschulung durch das AMS kann Steinerberger anstatt der üblichen drei Jahre die Ausbildung inklusive der Lehrabschlussprüfung in 18 Monaten bewältigen. Erst vor kurzem schloss Steinerberger sein erstes Lehrjahr mit ausgezeichnetem Erfolg ab.
Abwechslungsreiche Arbeitsplätze in der Natur
Die Ausbildung zum Garten- und Grünflächengestalter bereitet Steinerberger Freude: „In erster Linie gefallen mir die vielfältigen Einsatzbereiche in der Natur. Natürlich gibt es nicht nur Sonnenschein, doch die unterschiedlichen Witterungsbedingungen machen mir nichts aus. Nach Regen kommt Sonne, und die genieße ich dann umso mehr.“ Die körperliche Arbeit an der frischen Luft tut Steinerberger gut. Der 50-Jährige ist auf zahlreichen Baustellen unterwegs und hilft bei Gestaltungsarbeiten wie etwa beim Schwimmteichbau, der Rollrasenverlegung und dem Anlegen von Beeten. „Nachdem ich meine Ausbildung beendet habe, möchte ich auf jeden Fall in diesem Berufsfeld tätig bleiben. Ich kann mir gut vorstellen, Projekte in der Gartengestaltung von Beginn bis zur Fertigstellung in beratender und ausführender Funktion zu begleiten“, so Steinerberger.
Maschinenring als regionaler Arbeitgeber
„Praxisnähe wird bei uns groß geschrieben. Das heißt, die Lehrlinge sind von Beginn ihrer Ausbildung an auch im Umgang mit Kunden gefordert. Wir wünschen uns, dass sie sich kreativ einbringen und zeigen, dass sie anpacken können“, bringt Geschäftsleiter Franz Moser vom Maschinenring OÖ die Voraussetzungen für einen Lehrlingsplatz auf den Punkt. Durch die abwechslungsreiche Ausbildung stellt der Maschinenring einen umfangreichen Wissensaufbau der Auszubildenden sicher. „Wir wollen der ländlichen Jugend in unserem Unternehmen eine wertvolle Ausbildung und eine Karrierechance bieten. Wichtig ist uns vor allem, den jungen Menschen eine Perspektive für die Zukunft zu geben. Die Arbeit mit der Natur ist sehr vielfältig. Gerade in diesem Bereich nehmen wir laufend Lehrlinge auf“.
Der Maschinenring bildet neben Thomas Steinerberger noch elf weitere Lehrlinge in Oberösterreich aus. Aktuell gibt es Ausbildungsmöglichkeiten als Garten- und Grünflächengestalter sowie Bürokaufmann/frau. Besonders die 24-monatige Traineeausbildung zur Wirtschafts- und Agrar-Fachkraft ermöglicht ein umfangreiches Wissen für einen weit gefächerten Berufsweg.
Zahlen und Fakten
Der Maschinenring beschäftigt auf 23 Standorten in Oberösterreich mehr als 200 fixe Mitarbeiter und im Rahmen der Unternehmen MR-Service und MR-Personalleasing im Jahresdurchschnitt 1.800 Mitarbeiter. Die Bedeutung des Maschinenringes als Arbeitgeber ist auch durch die Reihung in die „Top 10“ in der Kategorie „Sonderpreis Beschäftigung“ des Wirtschaftspreises der OÖ Nachrichten „Pegasus 2010“ unterstrichen worden.


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