10-Jahresfeier der ARGE Donau Österreich
OÖ. Die ARGE Donau Österreich lud im Zuge der Veranstaltung Strudengau im Feuerzauber zur 10-Jahresfeier ein. Auf dem Schiff A-Rosa Bella wurde, gemeinsam mit Landtagspräsident Viktor Sigl, Landtagsabgeordneter Michaela Hinterholzer, den Geschäftsführern der ARGE Donau Österreich Bernhard Schröder und Petra Riffert, Andreas Winkelhofer (GF OÖ Tourismus), Prof. Christoph Madl (GF NÖ-Werbung), Andrea Kostner (WienTourismus) sowie den geladenen Gästen, auf die Erfolge der vergangenen 10 Jahre zurückgeblickt. Friedrich Bernhofer, Sprecher der ARGE Donau Österreich, präsentierte im Pressegespräch den Rückblick und die Vorschau der ARGE Donau Österreich.

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte, als am 25. August 2008 die touristische Arbeitsgemeinschaft „Donau Österreich“ von den drei Donau-Landeshauptleuten Josef Pühringer, Erwin Pröll und Michael Häupl aus der Taufe gehoben wurde. Seit 10 Jahren arbeiten diese drei Bundesländer mit Unterstützung des Tourismusministeriums erfolgreich zusammen. Konkret besteht die ARGE aus folgenden 5 Partnern: WGD Donau Oberösterreich Tourismus GmbH, Donau Niederösterreich Tourismus GmbH, Oberösterreich Tourismus, Niederösterreich Werbung GmbH und dem WienTourismus. Zu ihrer Aufgabe zählt vor allem, die nationale und internationale Positionierung der Donau als elementares österreichisches Tourismusangebot und als Tourismusmarke.
Radzählung am Donauradweg
Eines der ersten Projekte war die Radzählung am Donauradweg. Im Frühjahr 2010 wurden am österreichischen Donauradweg 17 Induktionsschleifen für eine professionelle Radzählung installiert. 2010 waren insgesamt 437.000 Radfahrer am Donauradweg unterwegs. Im Jahr 2017 wurden bereits 674.000 gezählt. Rund 60.000 Radler legten die ganze Strecke von Passau nach Wien zurück. Neben der Radzählung wurde auch eine Gästebefragung am Donauradweg durchgeführt. Hierbei wurden die Verteilung der Radfahrergruppen und die Zufriedenheit am Donauradweg ermittelt. Die Ergebnisse der Gästebefragung zeigten, dass 26% mehrtägige Touristen, 33% Tagestouristen und 41% Alltagsradfahrer sind. Weiters würden 97% der Befragten den Donauradweg weiterempfehlen. Weitere Informationen zum Donauradweg können dem Donauradwegfalter von Passau bis Bratislava entnommen werden, welcher seit 2013 jährlich produziert wird. Die Broschüre ist kostenlos erhältlich unter: www.donau-oesterreich.at/prospekte.
Die aktuellen Zahlen der Ankünfte und Nächtigungen in der österreichischen Donauregion werden ebenfalls jährlich erhoben. 2009 wurden knapp 6 Mio. Ankünfte und 13 Mio. Nächtigungen gezählt. Im Jahr 2017 wurden bereits 9 Mio. Ankünfte und 19 Mio. Nächtigungen verzeichnet.
Ein weiteres Projekt war die Produktion des Gästemagazins „DONAU. das magazin“. Seit 2012 wird dieses Magazin jährlich in deutscher und englischer Sprache produziert. Es behandelt Themen wie Donaukultur, Donauwandern, Donaunatur und Donauradeln im gesamten Donauraum von Passau bis Wien. 2012 erschien das Magazin mit einer Gesamtauflage von 40.000 Stück. Aufgrund der steigenden Beliebtheit sowie der Medienbleilage in deutschen Zeitungen, wurde die Gesamtauflage im Jahr 2018 auf 297.000 Stück erhöht.
Studien rund um die Donau
2015 wurde die Erarbeitung eines Tourismuskonzeptes für den österreichischen Donauraum in Auftrag gegeben. Diese Studie sollte aufzeigen, welche Trends, Entwicklungschancen sowie Internationalisierungsmöglichkeiten für den österreichischen Donauraum künftig vorhanden sind. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass die Stärkung des stationären Aufenthalts-Tourismus im ländlichen Donauraum, grenzüberschreitende Produktentwicklung und Internationalisierung wichtige Ziele für die kommenden 10 Jahre sind.
2016 gab die ARGE Donau Österreich gemeinsam mit Partnern von Regensburg bis Hainburg eine Studie zur Wertschöpfung der Donau-Kabinenschifffahrt in Auftrag. Die Studie zeigte, dass die direkte, regionale Wertschöpfung vor Steuern € 41,2 Mio. beträgt.
Römischer Donaulimes soll UNESCO-Weltkulturerbe werden
Auch in den kommenden 10 Jahren soll die Erfolgsgeschichte weitergeschrieben werden. Für 2019 ist bereits eine Kooperation mit dem renommierten Magazin „falstaff“ geplant. Gemeinsam wird das falstaff-Special „Donau Österreich“ produziert. Eine Ausgabe, in welcher die Vorzüge, Schönheit sowie die Abenteuervielfalt der österreichischen Donauregion im Mittelpunkt stehen werden. Mehr Informationen zu falstaff unter: www.falstaff.at.
Ein weiterer Schwerpunkt wird auf dem künftigen UNESCO-Welterbe liegen, da der Antrag gestellt wurde, den römischen Donaulimes, die ehemalige Nordgrenze des Römischen Weltreiches, von Regensburg bis zur serbischen Grenze zum UNESCO-Weltkulturerbe zu erheben.
„Das künftige UNESCO-Weltkulturerbe „Römischer Donaulimes“ von Regensburg bis Serbien und später bis zum Schwarzen Meer wird hier völlig neue Chancen eröffnen, die gemeinsam genutzt werden sollen“, so der Sprecher der ARGE Donau Österreich Friedrich Bernhofer. Eine Ernennung wäre im Idealfall im Jahr 2019 möglich.
Die Umsetzung der Donauraumstudie wird in den kommenden Jahren ebenfalls verstärkt im Fokus stehen. Ausgehend von der im Jahr 2015 durchgeführten Studie, sollen Trends, Entwicklungschancen und Internationalisierungsmöglichkeiten im Donauraum verfolgt werden. Neben der Umsetzung der Donauraumstudie, soll auch die Wertschöpfung der Donau-Kabinenschifffahrt durch zusätzliche Landprogramme stetig erhöht werden.


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