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Dialogforum „Bildung“ in Eferding über Auswirkungen von Umgangssprache auf Bildung

Nora Heindl, 03.05.2019 09:05

EFERDING. Universitätsprofessorin Gudrun Biffl gab beim Dialogforum „Bildung“ in der Raiffeisenbank Region Eferding einen Einblick in das Thema „Schule – Migration – Arbeitsmarkt: Jugendliche – ihr Bildungsverhalten, Bildungswege und Einflussfaktoren“. Auf Einladung der LEADER-Region Eferding gemeinsam mit dem Forum Wels-Eferding beleuchtete sie die Bildungsstrukturen, Ausbildungsverläufe, Bildungsstand von Jugendlichen mit einer anderen Umgangssprache als Deutsch.

V. l.: LAbg. Bgm. Jürgen Höckner, Anna Pucher (RM OÖ), Univ-Prof. Gudrun Biffl (Donau-UNI Krems), Dir. Christine Obermayr (NMS Eferding-Nord) und Dir. Christian Schönhuber (Raiffeisenbank Region Eferding). Foto: RM OÖ

Besonders auffällig sei der Umstand, dass immer mehr Einheimische ihre Kinder in Privatschulen schicken, insbesondere im städtischen Bereich. Interessant auch, dass der Anteil der Schüler mit einer anderen Umgangssprache als Deutsch in den Polytechnischen Schulen noch 32,1 Prozent beträgt, aber nur 15,3 Prozent eine Lehre machen. Ins Auge fällt auch, dass es in der EU deutliche Unterschiede in der Umgangssprache der 1. und 2. Generation gibt, jedoch nicht so in Österreich. Der Anteil der Schüler mit anderer Umgangssprache in der EU verringert sich innerhalb einer Generation von rund 60 auf etwa 40 Prozent, in Österreich nur leicht von 77 auf 73 Prozent.

Laut Dr. Biffl ist auch die Erwartungshaltung der Eltern an die Schule ein wichtiger Faktor. Die meisten bildungsfernen migrantischen Eltern gehen davon aus, dass alles in der Schule gemacht wird. Diese Erfahrung haben auch die Pädagogen der Eferdinger Schulen gemacht und die Initiative ergriffen. Um Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund und sozial benachteiligte Familien besser zu erreichen, wurde das Projekt „All together“ ins Leben gerufen. Direktorin Christine Obermayr von der NMS Eferding-Nord gab einen Einblick in die geplanten Vorhaben und machte klar, dass nur Jammern nichts bringt. Etwas Tun ist die Devise!


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