Energiegenossenschaft Region Eferding: Energy Globe-Nominierung für gemeinsames Straßenbeleuchtungsprojekt
EFERDING. Die gemeinsame Ausschreibung mehrerer Gemeinden zur LED-Straßenbeleuchtungsumrüstung hat der Energiegenossenschaft Region Eferding eGen eine Energy Globe-Nominierung eingebracht.

„Wir freuen uns sehr über die Nominierung. Das heißt für uns, dass wir mit unseren Projekten richtig liegen. Durch die öffentliche Aufmerksamkeit des Energy Globe werden andere Regionen vielleicht zur Nachahmung aufgerüttelt“, so die Obfrau der Energiegenossenschaft, Susanne Kreinecker.
Gemeinsame Abwicklung
Dass Gemeinden ihre Straßenbeleuchtungen auf LED Technologie umrüsten, ist keine Seltenheit und schon gar keine Innovation. Die Besonderheit an diesem Projekt ist aber die gemeinsame Abwicklung von sechs Gemeinden in einer Region: Eferding, Hartkirchen, Prambachkirchen, Pupping, St. Marienkirchen und Buchkirchen bei Wels. Dadurch konnten Kosten bei der Ausschreibung eingespart und durch das größere Vergabevolumen auch günstigere Preise im Einkauf erzielt werden. Die Kosteneinsparung liegt bei etwa 25 bis 30 Prozent, in Summe ein sechsstelliger Eurobetrag.
Auch die Umwelt sagt Danke: Die Umstellung ergibt eine Einsparung von 71,6 Prozent oder jährlich 153.000 kWh. Dies bedeutet eine jährliche CO2 Reduktion von 40 Tonnen. Neben der hohen Energieeffizienz bietet die neue Beleuchtung noch zusätzliche Vorteile: Es wird das Licht nur dorthin gelenkt, wo es benötigt wird, das heißt auf Straßen und Gehsteige und nicht auf Hausfassaden, Vorgärten oder gar in die Atmosphäre. Nicht unbedeutend ist auch die Tatsache, dass nachtaktive Insekten nicht mehr in die abgeschlossene Leuchte eindringen können.
Wildwuchs an Leuchten
Der Handlungsbedarf lag auf der Hand. Die Straßenbeleuchtung in der Region Eferding ist für 25 Prozent des gesamten Stromverbrauchs der gemeindeeigenen Gebäude und Anlagen verantwortlich. Nicht nur die Energie-, sondern auch die Wartungskosten sind für die in die Jahre gekommenen Leuchten hoch. Zum Teil sind auch gar keine Ersatzteile mehr verfügbar.
„Die übliche Reparatur wäre lediglich, einzelne irreparable Lichtpunkte mit einer LED Leuchte zu tauschen. Diese Reparatur erfolgt nicht geplant, sondern immer erst, wenn ein Defekt auftritt. In der Folge entsteht ein Wildwuchs von Leuchten, die kein einheitliches Bild ergeben und deren Dokumentation mangelhaft ist und daher für die spätere Reparatur und Instandhaltung wiederum ein Problem darstellt. Auch Fördermittel können dafür wegen des geringen Investitionsvolumens nicht in Anspruch genommen werden“, erklärt Projektleiter und Energiemanager Herbert Pölzlberger.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden