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Equal Pay Day: Frauen im Bezirk Eferding verdienen um 24,2 Prozent weniger

Nora Heindl, 09.10.2019 08:05

EFERDING. 12.276 Euro oder 24,2 Prozent verdienen Frauen für Vollzeitarbeit in Eferding im Durchschnitt noch immer weniger als Männer. Darauf macht der Equal Pay Day aufmerksam. Zwar habe sich die Einkommensschere im vergangenen Jahr etwas verkleinert, doch sei die Situation weder im Bezirk noch im Land befriedigend.

ÖGB Regionalsekretär Peter Schoberleitner (v.l.), AK-Bezirksstellenleiter Werner Wagnest und ÖGB Vorsitzender Hofer Alois machten auf den Equal-Pay-Day aufmerksam.

 “Am 4. Oktober haben Männer das verdient, was die Frauen in einem ganzen Jahr verdienen. Das zeigt, dass es weiterhin großen Handlungsbedarf gibt, um die Einkommensschere endlich zu schließen“, sagt der Regionalsekretär des ÖGB Grieskirchen/Eferding Peter Schoberleitner.

Der Einkommensunterschied betrifft nicht nur das Arbeitsleben, sondern setzt sich auch in der Pension fort. „Das führt dazu, dass viele Frauen eine sehr geringe Pension haben, von der sie ihr Leben kaum bestreiten können“, so Schoberleitner weiter.

Ein wichtiger Schritt in Richtung höhere Bezahlung für Frauen wäre die Einführung von 1.700 Euro kollektivvertraglichem Mindestlohn. Dazu müsse es Lohntransparenz in den Betrieben geben, damit Frauen auch wissen, was ihre männlichen Kollegen verdienen. „So können wir Frauen bei Lohnforderungen in ihrem Selbstbewusstsein stärken“, sagt Schoberleitner.

Um Frauen überhaupt Vollzeitarbeit zu ermöglichen, sei es dringend notwendig, auch die Kinderbetreuung in Oberösterreich auszubauen. Hier wird seitens der Gewerkschaft von der Politik gefordert, die Situation von Frauen in der Arbeitswelt zu verbessern.


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