Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

EFERDING. Die Erdäpfel-Saison wird traditionell im Eferdinger Becken eröffnet. In den letzten Jahren haben sich die Landwirte vor allem auf Heurige spezialisiert.

Manfred Schauer, Landesrat Max Hiegelsberger und Geschäftsführer Ewald Mayr (vl.n.r.) blicken dem Erntestart entgegen. Foto: Land OÖ/Ernst Grilnberger

30 Prozent des Erdäpfelumsatzes werden mittlerweile mit Heurigen erwirtschaftet. Dieses Jahr ist eine große Bandbreite an Erntemengen zu verzeichnen. Spätfröste und Trockenheit kennzeichneten den April, nasses und kühles Wetter brachte der Mai. „Der Wetterumschwung kam zu spät“, erklärt der Obmann der Eferdinger Landl-Erdäpfel Manfred Schauer. Die Betriebe, die ihre Flächen bewässern und vor Frost schützen konnten, verzeichnen gute Erträge. In ungünstigeren Lagen fiel die Ernte jedoch schlecht aus. Die Spätkartoffeln profitieren vom regnerischen Juni.

Mehr Kartoffeln verkauft

ährend der Corona-Situation wurden mehr Kartoffeln gekauft als in den Vergleichszeiträumen im Vorjahr. Krisenzeiten stärken den Verkauf von Speise-Erdäpfeln. „Positiv war auch, dass die Menschen wieder mehr Zeit zum Kochen haben“, ergänzt Schauer. Der Absatz bei der Erzeugergemeinschaft Eferdinger Landl stieg um 30 Prozent, Sonderschichten beim Abpacken wurden eingerichtet. Die Anbauflächen im Eferdinger Becken und im Sauwald sind in den vergangenen Jahren konstant gestiegen. 35 Mitgliedsbetriebe zählt die Vermarktungsgemeinschaft Eferdinger Landl-Erdäpfel mittlerweile. Begonnen wurde im Jahr 2002 mit sieben Betrieben. „Die Chancen der Landwirtschaft liegen in der Direktvermarktung und in der Kooperation von Betrieben“, meint der Geschäftsführer der Eferdinger Landl-Erdäpfel Ewald Mayr. Nicht nur Erdäpfeln sondern auch Karotten, Zwiebel und Stangensellerie bietet die Vermarktungsgemeinschaft mittlerweile an.

Starke Gemeinschaft

Landesrat Max Hiegelsberger betont die Stärke von Vermarktungsgemeinschaften. „Das Eferdinger Becken hat mit einzigartigem Klima und sandigen Donauböden einen Startvorteil. Diesen müssen Betriebe innovativ nutzen und sich gemeinsam stark vermarkten“, betont er. 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden