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EFERDING. Christian Penn wurde im Oktober zum Bürgermeister von Eferding gewählt. Tips hat den SPÖ-Bürgermeister zum Gespräch gebeten. 

Christian Penn in seinem neuen Büro im Eferdinger Rathaus (Foto: LHackl)
Christian Penn in seinem neuen Büro im Eferdinger Rathaus (Foto: LHackl)

Tips: Seit 4. November sind Sie als Bürgermeister der Gemeinde Eferding gewählt. Welche Parallelen gibt es zwischen Ihrem Job als Betriebsrat der Diözese Linz und dem Bürgermeisteramt?

Penn: Die ersten Wochen waren sehr intensiv, ich muss mich gerade voll und ganz auf meine Aufgabe konzentrieren. Sowohl mein alter als auch mein neuer Beruf fußen auf viel Kommunikation. Es geht darum genau hinzuhören, was jemand braucht und welche Dinge gehen und nicht gehen.

Tips: Welche Themen werden für Eferding in den kommenden Jahren wichtig sein?

Penn: Zunächst steht das 800- Jahr-Jubiläum der Stadt Eferding an, hier wurde ja schon viel Vorarbeit geleistet. Wir starten statt mit einem Feuerwerk mit einer Lasershow ins neue Jahr. Im Sinne der Nachhaltigkeit wollen wir Feste feiern aber auch unseren Blick und den Blick auf andere erweitern. Im Bereich der Kinderbetreuung ist mir wichtig, dass alle Familien, die Betreuung brauchen, diese auch erhalten und wir die hohe Bewertung der Stadtgemeinde erhalten können. Auch die Innenstadtbelebung bleibt ein großes Thema, wir wollen mehr Menschen ins Zentrum bringen. Möglich sein wird dies mit einem Ausbau des Stadtplatzes als Veranstaltungsplatz. Ich denke an eine Bühne für die Musiker bei den Sommer Lounges. Für mich geht es darum, wie wir uns miteinander erleben, ich will die Solidarität in der Stadt fördern.

Tips: Das Thema Stadtsaal erregt die Gemüter der Stadtbewohner wie kein zweites. Was ist geplant?

Penn: Ich sehe das pragmatisch, aktuell sind noch mehrere Verfahren anhängig, wir werden auf einen richterlichen Urteilsspruch warten und nichts ins Blaue hineinentwickeln. Für unser schönes Stadtzentrum ist die Situation natürlich fürchterlich.

Tips: Diskutiert wird auch immer wieder über die Gemeindezusammenlegungen mit den drei Umlandsgemeinden. Was ist Ihre Position?

Penn: Hier ist mir wichtig, dass wir über Fraktions- und Gemeindegrenzen das Miteinander ins Zentrum stellen. Wir müssen uns fragen, was die gemeinsamen Themen im Zukunftsraum sind und wie wir sie bearbeiten können, alles andere müssen die Gemeinden entscheiden.

Tips: Was tut sich im Bereich der Jugendarbeit?

Penn: Der neue Funcourt soll noch im Dezember fertiggestellt werden, ebenso gibt es Neuigkeiten im Jugendzentrum. Eferding ist eine Schulstadt mit aktivem Vereinsleben, wir wollen Jugendlichen die Möglichkeit bieten, sich ohne Konsumzwang zu treffen, sowohl die Vereinsarbeit als auch das Jugendzentrum sollen ihren Platz haben.

Tips: Welche Neuigkeiten gibt es im Bereich Kultur?

Penn: Der Fokus soll hier auf der Kommunikation nach außen liegen, es passiert ja viel in der Stadt. Unser Spektrum reicht von den Schlosskonzerten bis zum Kulturbahnhof.

Tips: Woher stammt Ihr politisches Interesse?

Penn: Zuhause wurde immer um 19.30 Uhr die Zeit im Bild geschaut, ich fand es schon immer faszinierend, wie Politik Einfluss auf unser gesamtes Leben nimmt. Als ich schließlich gefragt wurde, ob ich als Bürgermeister kandidieren möchte, hat es für mich gepasst eine neue Herausforderung anzunehmen.


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