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Programmierer: „Roboterhunde werden in Zukunft nicht mehr wegzudenken sein“

Lisa Hackl, 03.05.2022 11:11

HINZENBACH. „Wenn wir durch den Ort spazieren, erhalten wir schon manchmal komische Blicke“, erzählen Horst Gruber und Stefan Kirchmeier. Die beiden fallen aus einem Grund auf: Sie haben einen der ersten Roboterhunde zu Experimentierzwecken dabei. 

Stefan Kirchmeier und Horst Gruber (v. l.) mit zwei Roboterhunden. (Foto: LHackl)
  1 / 2   Stefan Kirchmeier und Horst Gruber (v. l.) mit zwei Roboterhunden. (Foto: LHackl)

Im Unternehmen RAN Soft, in Hinzenbach wird unter dem Namen „Robotic4u“ mit Roboterhunden aus chinesischer Produktion gehandelt. „Wir wollten eine Alternative zu den teureren Robotern aus Amerika anbieten“ erklären Netzwerktechniker Stefan Kirchmeier und Softwareentwickler Horst Gruber. 5.000 Euro kostet der billigste der Hunde und ist damit um einiges günstiger als die amerikanische Version ab 13.000 Euro. Die Hunde sind mit einer Fernsteuerung bedienbar, vier Betriebssysteme laufen gleichzeitig, um die Bewegungen der vier Beine zu koordinieren. Sie können Lasten tragen und Bildschirme ablesen. Aufgrund von Kameras und Ultraschallsensoren weichen sie selbstständig Hindernissen aus und können mit einem Controller, der an der Hüfte angebracht ist, auch ihrem Besitzer folgen. Sie agieren auf Basis des Betriebssystems Linux, findige Entwickler können ihnen selbst Bewegungsabläufe und Funktionen einprogrammieren.

Verschiedene Einsatzgebiete

Forschungseinrichtungen, Firmen, die mit künstlicher Intelligenz experimentieren und Universitäten gehören bislang zu den Interessenten, Kirchmeier und Gruber sehen aber noch unzählige weitere Einsatzgebiete für die technischen Geräte. „Der Roboterhund B1 ist staub- und wasserdicht und kann Lasten bis zu 40 Kilo tragen“, erläutern die beiden Softwareentwickler. Damit könnte der Roboter für Feuerwehren und Polizei bei der Sicherung von einsturzgefährdeten Gebäuden eingesetzt werden. Auch beim Laufen, um sich Wasserflaschen zu transportieren, kann ein bis zu 17 km/h schneller Roboter eingesetzt werden. Ein Greifarm, der in Kürze auf den Markt kommt, könnte ihn als Blindenhund sogar Türen öffnen lassen.

Nicht mehr wegzudenken

„Das Feld entwickelt sich derzeit sehr stark“, erklären die beiden. Ihre Kunden gehen oft davon aus, dass die Hunde bereits breiter einsatzfähig sind. „Es ist noch keine fertige Künstliche Intelligenz wie im Film, aber die Roboterhunde werden in Zukunft nicht mehr wegzudenken sein“, so die beiden Händler.


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