Peneder will bis 2030 komplett klimaneutral sein
FRAHAM. Das international tätige Familienunternehmen Peneder hat sich einer klaren Vision verschrieben. Diese stellte Geschäftsführer Christian Peneder stolz vor: „Bis zum Jahr 2030 sollen alle Produkte und Standorte des Unternehmens komplett klimaneutral sein.“ Die umfassende Modernisierung der Produktion in Fraham markiert einen wichtigen Meilenstein zur Erreichung dieses Ziels. Der Umstieg von Gas auf Hackschnitzel hat eine immense Reduktion von CO2-Emissionen zur Folge.

Die Peneder Gruppe hat sich für 2030 ein visionäres Ziel gesetzt: Alle Produkte und Standorte der Peneder Gruppe mit ihren 400 Mitarbeitenden sind bis zum Jahr 2030 komplett klimaneutral.
„Als Familienbetrieb mit 100-jähriger Geschichte bildet das Tragen von Verantwortung einen wesentlichen Grundpfeiler unseres unternehmerischen Handelns. Wir haben uns der Vision verschrieben, Menschen und Umwelt zu schützen, um für uns alle eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Unser Blick ist stets nach vorne gerichtet. Wir wachsen und entwickeln uns stetig weiter. Damit sichern wir gleichzeitig Arbeitsplätze und bringen Wertschöpfung in die Region“, so Christian Peneder, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Peneder.
Erneuerbare Energie zur Versorgung des Werks in Fraham
Seit dem Jahr 2018 wird der Standort Fraham mit großen Investitionen (rund 11 Mio. Euro) weiterentwickelt. Kernziel war neben der Steigerung der Produktivität auch die drastische Reduktion des CO2-Fußabdrucks. Mit Ende des Jahres 2021 wurde der größte Schritt gesetzt und in nur sechs Wochen konnte dieser auch abgeschlossen werden. Der Pulverbeschichtungsofen wird nun mit Biomasse, genauer gesagt mit Hackgut aus der Region, befeuert. Die daraus entstehende Abwärme wird ressourcenschonend zur Beheizung des Gebäudes genutzt. Zudem wurde die Fassade des Heizhauses natürlich begrünt. Damit wird das Mikroklima verbessert und in der Folge CO2 gebunden.
„Vor der Modernisierung wurden sowohl der Pulverofen als auch die Gebäudeheizung mit Gas betrieben. Die damit verbundenen hohen CO2-Emissionen konnten durch den Umstieg auf Biomasse drastisch gesenkt werden. Ebenso sind wir bereits im Jahr 2018 komplett auf Ökostrom aus dem nahegelegenen Kraftwerk Glatzing-Rüstorf umgestiegen“, erklärt Christoph Moser, Produktionsleiter bei Peneder in Fraham.
Vermeidung von Wärmeverlusten
Im Zuge des Umbaus wurde der gesamte Prozess der Pulverbeschichtung von Grund auf optimiert: So werden Wärmeverluste durch spezielle Vor- und Abkühlzonen vermieden und ungenutzte Energie über Wärmerückgewinnung, u.a. für andere Produktionsschritte, eingesetzt. Im Rahmen der sogenannten „Umweltproduktdeklaration“ wird das bei der Herstellung der Produkte entstehende Treibhauspotential ermittelt.
„Mit allen Maßnahmen, an beiden oberösterreichischen Standorten, spart die Peneder Gruppe pro Jahr 2.018 Megawattstunden Energie oder 441 Tonnen CO2 ein – ein beachtlicher Wert, der unseren konsequent eingeschlagenen Weg zur völligen Klimaneutralität aller Standorte und Produkte belegt“, betont Markus Brychta, Experte bei Peneder für Prozess- und Energiemanagement.
Weitere Maßnahmen in Planung
Doch damit nicht genug: Schon heute befinden sich weitere Maßnahmen in Planung; u.a. der erneute Ausbau der Photovoltaik-Anlage und die Umstellung der Flotte auf E-Mobilität. Die dafür benötigten E-Ladestationen befinden sich in laufender Erweiterung.


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