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EFERDING/OÖ. Fehlende Transparenz bei der Herkunftsangabe und hohe Arbeitskosten belasten oberösterreichische Gemüsebaubetriebe. Besonders stark trifft es das beliebte Eferdinger Essiggurkerl.

Ewald Mayr (Obmann Gemüse-, Erdäpfel- und Obstbauern OÖ), Franz Waldenberger und Klaus Hraby (v. l.) fordern mehr Herkunftstransparenz am Markt. (Foto: LK OÖ)

Der Aufstieg der eingelegten Gurke ist eng mit der Gründung der Firma efko im Jahr 1941 verbunden. Aktuell werden 13.000 Tonnen der Essiggurkerl jährlich in Österreich verzehrt – 93 Prozent der Produktion geschehen in Oberösterreich. Doch die Zahlen sind rückläufig, Landwirte werfen das Handtuch, der Anbau gerät damit in Gefahr.

Viele Wettbewerbsvorteile für Gurkerl-Anbau im Ausland

Heimische Gemüsebaubetriebe bangen um ihre wirtschaftliche Existenz. Der Anteil an kostengünstigen Eigenmarken im Lebensmitteleinzelhandel, deren Produktherkunft nicht transparent ist, steigt. Laut Landwirtschaftskammer OÖ-Präsident Franz Waldenberger wollen Konsumenten regionale Herkunft zu einem fairen Preis. Die aktuelle Rechtslage liegt diesem Appell jedoch schwer im Magen: Die derzeit gültige Verordnung in Österreich erlaubt es, die Herkunft von verarbeitetem Gemüse nicht zwingend angeben zu müssen. Ein Produkttest im Auftrag des österreichischen Branchenverbands habe ergeben, dass nur ein Viertel der geprüften Ware aus Österreich stammt, bei 65 Prozent gab es gar keine Herkunftskennzeichnung.

Laut Franz Waldenberger und efko-Geschäftsführer Klaus Hraby seien vor allem die hohen Lohnkosten sowie Lohnnebenkosten im Vergleich mit Deutschland und Nachteile bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, die in anderen Ländern genutzt werden dürfen, daran schuld. Dadurch müsse man auf kostenintensive Handarbeit statt Erntemaschinen zurückgreifen. „Es drohen geringere Erträge“, sagt Waldenberger. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, auch in Zukunft die Vermarktung von heimischem Gemüse zu fördern und sicherzustellen. Ein Schulterschluss zwischen ProduzentInnen, Industrie, Handel und KonsumentInnen ist gefordert, um die Produktion von qualitativ hochwertigem Gemüse und Obst aus Österreich garantieren zu können“, spricht Hraby.


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