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EIDENBERG. Bei eisigen Temperaturen stellten sich Sportler auf Skiern, mit Fatbikes oder zu Fuß den Herausforderungen des 150 Kilometer langen Ultra-Traillaufs in Rovaniemi (Finnland). Die drei schnellsten Teilnehmer auf Skiern waren die drei Eidenberger Josef Weixlbaumer, Anton und Maria Hierschläger.

Anton und Maria Hierschläger und Josef Weixlbaumer Fotos: Josef Weixlbaumer
  1 / 6   Anton und Maria Hierschläger und Josef Weixlbaumer Fotos: Josef Weixlbaumer

Motiviert, mit perfekt gewachsten Skiern und zirka zwölf Kilo Gepäck starteten die drei Eidenberger den Rundkurs mit 1450 Höhenmetern. Die Temperaturen lagen beim Start bei minus acht Grad, in der Nacht kühlte es dann merklich, auf bis zu minus 20 Grad, ab.

Bereits nach 20 Kilometern kam die erste Herausforderung: Eine sehr steile längere Seeuferböschung musste bewältigt werden. „Wir mussten die Skier abschnallen und im 150 Zentimeter tiefen Schnee in Richtung See waten“, erzählt Anton Hierschläger. Mit der Fortdauer des Bewerbs wurde alles strapaziöser und beschwerlicher. Nach 80 Kilometern genehmigten sich die drei Ultra-Sportler eine eineinhalbstündige Pause an einer der acht Verpflegungsstellen mit Feuer und warmen Wasser. Bei der kurzen Erholungspause nahmen die Langläufer Trail-Nahrung und Energiegetränke zu sich und wachsten die Skier nach. Dann ging es auch schon wieder weiter durch Lapplands Wälder und Seen.

Die schnellsten Skilangläufer

„Am nächsten Morgen wurde es empfindlich kälter, die Temperaturen fielen unter minus 20 Grad. Da wir bereits seit 19 Stunden flott unterwegs waren, stellte sich auch ein Wärmeverlust ein. Wir legten zusätzliche Kleidung an. Alles wurde komplizierter, die zu bewältigenden Seeuferböschungen bereiteten immer mehr Schwierigkeiten.“ Nach insgesamt 115 zurückgelegten Kilometern lief Josef Weixlbaumer voraus. Anton Hierschläger blieb aus Sicherheitsgründen bei Maria. Abgekämpft aber glücklich erreichte Weixlbaumer nach 23 Stunden und 53 Minuten als erster Skilangläufer das Ziel. Nur drei Sportler mit Fatbikes hatten die Strecke schneller zurückgelegt. Anton Hierschläger erreichte als Gesamtvierter mit 24 Stunden 40 Minuten das Ziel. Den fünften Gesamtrang holte sich Maria Hierschläger, sie war auch die erste Frau im Ziel.

Nur 26 Sportler erreichten das Ziel

„Wegen des sehr weichen Tracks gab es eine Drop-out-Rate von mehr als 50 Prozent.“ Bei dem Ultra-Bewerb erreichten nur 26 Sportler das Ziel, 32 Teilnehmer mussten aufgeben. „Erlebnisse wie diese prägen sich mit all den Strapazen und Emotionen derart ein, so dass man sie nie mehr vergisst.“ Vorbereitet haben sich die drei Sportler mit regelmäßigem wöchentlichen Training, wie Trailrunning, Skirollertraining und Mountainbiken. Alle zwei Wochen wurde ein überlanges Training (drei bis sechs Stunden) absolviert. „Wir planen unsere Ultrabewerbe, die Ausrüstung, Verpflegung und Tempowahl mit Akribie. Das ist für den Erfolg besonders wichtig. Ein Restrisiko bleibt immer.“

Natur entschädigt für Mühen

„Diese Art von Bewerben stellen eine mit Angst begleitete unmittelbare Herausforderung dar, da diese Rennen ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang darstellen. Gefahren wie Erschöpfung, Erfrierungen, die Tierwelt oder sich auf falsche Wege begeben, sind omnipräsent. All diese Umstände machen den besonderen Reiz aus. Die Natur entschädigt für alle Mühen. Ich bin ein Mensch, der einfach die Natur, im Besonderen den Norden, liebt. Die absolute Stille, die Naturerscheinungen (Aurora Borealis, den Wind, der den Schnee vor sich hertreibt, die Sonne, die man oft nur schemenhaft am Horizont erblickt) stellen genug Motivation dar, um die doch enormen Strapazen in Kauf zu nehmen“, sagt Hierschläger.


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