Die römische Burg in Oberranna als Attraktion der Landesausstellung 2018
ENGELHARTSZELL. Einzigartig in Europa ist der Fund in Oberranna bei Engelhartszell. Das vor 1700 Jahren von den Römern errichtete Kleinkastell ist einer der Höhepunkte der Landesausstellung 2018.

Die erste Ausgrabungsphase der römischen Befestigungsanlage in Oberranna konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Bereits jetzt steht fest, dass es sich bei dem Kleinkastell um das mit Abstand am besten erhaltene römische Bauwerk Oberösterreichs handelt.
Landeshauptmann besichtigt die Ausgrabungsstätte
Vergangene Woche besichtigten Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landtagspräsident außer Dienst Friedrich Bernhofer gemeinsam mit Bürgermeister Roland Pichler, Landeskulturdirektor Reinhold Kräter und Andreas Winkelhofer (Oberösterreich Tourismus) die Ausgrabungsstätte. „Der Fund hier ist alles andere außer gewöhnlich. Hier kann man in ein römisches Gebäude hineingehen“, sagt Projektleiter Stefan Traxler vom Landesmuseum vor Ort.
Highlight: Römische Badewanne
Ein ganz besonderes Highlight sind die praktisch vollständig erhaltene römische Badewanne und der originale wasserfeste römische Wandverputz. „Ein vergleichbares Bauwerk, das vom Erhaltungszustand noch besser ist, gibt es nur noch in Syrien. Dieses ist derzeit allerdings nicht zugänglich“, erzählt er.
Seit 1985 unter Denkmalschutz
Bereits im Jahr 1985 wurde das Kleinkastell unter Denkmalschutz gestellt, um es vor weiteren Zerstörungen zu bewahren. Die vor 1700 Jahren von den Römern errichtete Befestigungsanlage in Oberranna war vermutlich dreigeschossig und über zehn Meter hoch. Noch in römischer Zeit wurde der Burgus durch ein Feuer zerstört.
Unterer Teil des Nordturms vollständig erhalten
Um 1500 wurde der Kegel überbaut. Der noch vollständig erhaltene untere Teil des Nordturmes bildete quasi das Fundament für das Gebäude. Die massivsten Zerstörungen wurden im Jahr 1960 durch die Baggerarbeiten für die Errichtung einer Tankstelle verursacht.
Auch nach der Landesausstellung zugänglich
Die Fundstelle in Oberranna soll auch nach der Landesausstellung 2018 für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Zudem soll der römische Quadriburgus als UNESCO Welterbe Donaulimes eingereicht werden.


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