Wunderkammer des Brotes öffnet als Partner der Landesausstellung in Steyr

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Foto: Pillhofer
Thomas Lettner Thomas Lettner, Tips Redaktion, 21.04.2021 08:51 Uhr

ASTEN. Vom 24. April bis 7. November findet die oberösterreichische Landesausstellung „Arbeit, Wohlstand, Macht“ in Steyr statt. Sie zeigt am Beispiel der Stadt die Entwicklung unserer Gesellschaft. Das Paneum greift als Partner diese Themen unter dem Titel „Steyrer Bäck | Berufung und Identität“ in seiner Ausstellung auf. 

Ab 24. April 2021 hat die Wunderkammer des Brotes wieder für Besucher geöffnet. Brot, seine Geschichte als Grundnahrungsmittel sowie das Bäckerhandwerk sind die zentralen Themen im Paneum. Als Partner der Landesausstellung 2021 in Steyr greift es deren Thema „Arbeit, Wohlstand, Macht“ auf und macht sie unter dem Titel „Steyrer Bäck | Berufung und Identität“ innerhalb seiner Ausstellung zum Schwerpunkt. Im Fokus steht dabei der Bäcker als Handwerker, Zunftmitglied, Familienoberhaupt und Ernährer der Stadt. Hinter dem Bäckerhandwerk steckt Tradition, die mit Hingabe aufrechterhalten und an die nächste Generation weitergegeben wird. In welche Richtung sich die Stadt im Laufe der Jahrhunderte auch entwickelt hat, der Bäcker entwickelte sich mit: Vom Mittelalter bis in die Neuzeit, vom Schwarzbrot- und Zuckerbäcker, Lebzelter und Konditor bis hin zu den Betrieben, die wir heute kennen.

Bäckereigeschichte mit lokalem Bezug

Beginn des Schwerpunkts zur Landesausstellung ist im Erdgeschoss der Wunderkammer ein Stadtplan von Steyr. Darauf zu entdecken sind Bäckereien und Mühlen bis ins 20. Jahrhundert. Es geht um die Bedeutung ihrer Standorte: Warum befinden sie sich an gewissen Stellen, wo gibt es keine und warum? Im Laufe des Rundgangs gibt es zudem auf der Karte markierte Stationen direkt im Paneum zu entdecken. Denn im ersten Stock warten viele spannende Infos aus den verschiedenen Themenbereichen der Wunderkammer mit lokalem Bezug zu Steyr, etwa: Wie war die Bäckerzunft in der Stadt organisiert, wozu diente der ausgestellte Zunftpokal? Wo waren die Steyrer Lebzelter angesiedelt? An welche Regeln musste sich die backende Zunft halten und welche Strafen gab es zu befürchten? Was sind Brotsitzer und wie beeinflussten sie den Verkauf von Brot in der Stadt?

Brot, Hunger und Macht

Den größten Teil des Schwerpunkts macht der Bereich „Hunger und Macht“ aus, der auch den stärksten Bezug zum Thema der Landesausstellung „Arbeit, Wohlstand, Macht“ aufweist. Auch hier werden zahlreiche spannende Fragen behandelt: Wie beeinflusste der Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora im Jahr 1815 die Brotpreise in Steyr? Woraus bestand das sogenannte „Notbrot“ nach dem Zweiten Weltkrieg, wofür gab es Brotmarken und wie sahen sie aus? Darüber hinaus regen Zitate am Treppenaufgang dazu an, über die aktuelle Situation der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf unser Leben sowie den Alltag der Bäcker nachzudenken. Stammt eines der Zitate etwa aus einer Zeitung von heute oder aus dem Jahr 1948? Das und vieles mehr wartet ab 24. April 2021 im Paneum. In circa 90 Minuten entdecken Besucher die Ausstellung mit einem Audioguide, einem Leitfaden sowie einem Ausdruck des Stadtplans von Steyr individuell und selbstständig. Für Erwachsene gibt es im Zuge der Landesausstellung ein ermäßigtes Ticket um 5,00 Euro während Familien ermäßigte Preise am Empfang erfragen können.

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