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ENNS. Gestern wurden 144 Absolventinnen und Absolventen der Heeresunteroffiziersakademie in Enns (OÖ) im Rahmen eines militärischen Festakts zu Wachtmeistern befördert. Danach erfolgte die feierliche Ausmusterung in der Ennser Stadthalle.

Foto: RHaslauer
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Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil gratulierte den Absolventen und überreichte dem Lehrgangsersten des 13. Unteroffizierslehrganges Wachtmeister Maximilian Partsch ein Ehrengeschenk. Partsch kommt vom Jägerbataillon 23 aus Vorarlberg und absolvierte die Ausbildung zum Unteroffizier mit neun Auszeichnungen. Wachtmeister Partsch wollte schon als Schüler Soldat werden und empfiehlt all jenen, die Herausforderungen im Leben suchen, die Ausbildung zum Unteroffizier. „Es war eine aufregende und spannende Zeit! Höhepunkt war sicher die Belastungsübung!“

Verteidigungsminister Doskozil in seiner Ansprache: „Mit Ihnen verstärkt sich das Bundesheer mit bestens ausgebildeten und didaktisch geschulten Unteroffizieren. Nun können sie das anwenden, was sie gelernt und geübt haben. Ich bin stolz, so viele junge Kadersoldaten im Unteroffizierskorps willkommen zu heißen und wünsche Ihnen das Beste für Ihre Soldatenlaufbahn.“ Um den Soldatenberuf attraktiver zu machen, will der Minister bessere Perspektiven für die Zukunft geben, wie Anstellung auf Lebenszeit, bessere Abgeltung und zeitgemäße Infrastruktur. „Wir müssen so attraktiv werden, dass die Menschen gerne zu uns kommen!“

Von den frischgebackenen 144 Wachtmeistern, davon drei Frauen, kommen 31 aus Niederösterreich, 25 aus Kärnten, 24 aus Salzburg, 16 aus Steiermark und  12 aus Oberösterreich. Vorarlberg ist mit elf, Wien und Tirol mit je zehn und Burgenland mit fünf Unteroffizieren vertreten. Neun Absolventen sind Milizsoldaten. Rund 30 Absolventen der Unteroffiziersausbildung konnten zum Festakt nicht kommen, da sie im In- und Ausland bereits eingesetzt sind. Neun Milizsoldaten wurden ebenfalls zum Wachtmeister befördert.

Beim Dienstgrad Wachtmeister handelt es sich um den ersten Unteroffiziersrang. Die Soldaten sind befähigt, als Gruppenkommandanten Einsätze im In- und Ausland zu führen. Sie bilden das Bindeglied zwischen Offizieren und Mannschaften.

Die Ausbildung zum Unteroffizier findet an der Heeresunteroffiziersakademie sowie an den Waffenschulen statt, wo die waffengattungsspezifische Ausbildung erfolgt. Neben militärischen und sportlichen Lehrzielen werden die Absolventen auch in den Bereichen EDV, Wehrpolitik, politische Bildung, Rechtslehre und in der Persönlichkeitsbildung geschult. Nach ihrer Ausmusterung kehren die Unteroffiziere wieder in ihre Waffengattungen als Pioniere, Sanitäter, ABC-Abwehr-Soldaten, Militärpolizisten, Infanteristen oder Panzergrenadiere zurück.

Die Heeresunteroffiziersakademie besteht seit 1958 und befindet sich in der Towarek-Schulkaserne in Enns. Sie ist das Kompetenzzentrum für nationale und internationale Unteroffiziersaus- und -weiterbildung beim Österreichischen Bundesheer.


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Maria Schilling
Maria Schilling
30.07.2016 21:41